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Die Zusammenarbeit mit Livio Magoni hat sie bisher nicht besser gemacht: Katharina Liensberger ist unzufrieden. © APA / ERWIN SCHERIAU

Liensberger-Krise: Trainer Magoni in Österreich vor dem Aus?

Im Sommer wurde Livio Magoni als neuer ÖSV-Trainer präsentiert. Der italienische Trainer-Guru kümmert sich vorranging um Katharina Liensberger – doch die Erfolge bleiben aus. Die österreichischen Ski-Bosse vermeiden Bekenntnisse.

Harsche Kritik an den Athletinnen, böse Worte von den ÖSV-Damen in Richtung ihrer Vorgesetzten. In den letzten Wochen gab es im österreichischen Ski-Damenteam einige Aufregung. Grund dafür sind vor allem die schwachen Resultate in der laufenden Saison. Jetzt fordert mit Katharina Liensberger einer prominentesten Namen Veränderungen.


Nach dem Tiefpunkt in Kranjska Gora (Liensberger verpasste im Riesentorlauf das Finale) sieht die Vorarlbergerin den ÖSV in der Pflicht: „Jetzt ist es wichtig, die richtigen Schritte zu setzen.“ Ihr Chef, Rennsportleiter Thomas Trinker, will sich durch Gespräche „ein klares Bild“ verschaffen. Er schließt Korrekturen im Trainerbereich nicht aus. Konkret soll es dabei auch um Livio Magoni gehen, der am „Projekt Liensberger“ zu scheitern droht. Zuvor hatte er mit Petra Vlhova oder Tina Maze große Erfolge gefeiert.

ÖSV-Boss Trinker kann sich Personal-Korrekturen vorstellen

Die Zusammenarbeit von Liensberger und Magoni brachte bei weitem nicht den gewünschten Erfolg, die Silbermedaillengewinnerin des Olympiaslaloms war in diesem Winter als Fünfte im Killington-Riesentorlauf und Achte im Levi-Slalom erst zweimal in den Top Ten. Darauf angesprochen, dass Liensberger sich Schritte erwarte, meinte der Trinker: „Ich habe auch mit ihr darüber gesprochen. Schnellschüsse werden wir jetzt sicher keine machen. Wir werden uns was überlegen und arbeiten an Lösungen.“

Katharina Liensberger steckt in einer Krise. Sie fordert vom Verband Veränderungen. © ANSA / Grzegorz Momot

Ob das Projekt zwischen Magoni und Liensberger noch Sinn macht? Österreichische Ski-Insider vermuten schon seit einigen Wochen, dass die Vertrauensbasis zerstört sei. „Es war jetzt zwischen den Durchgängen sehr wenig Zeit, darüber zu reden, das werden wir heute am Abend (Sonntag; Anm. d. Red.) und morgen Vormittag machen, dann kriegt man vielleicht ein klares Bild, was Stand der Dinge bei den zwei ist.“ Man wäre also bereit, während der Saison etwas zu korrigieren? „Wenn es notwendig ist und man Optionen findet, warum nicht.“

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Hermann Zanier [melden]

Fräulein Liensberger macht heuer mehr Punkte im Riesenslalom als vorisges Jahr. Die Hysterie geht so weit, dass von einem Trainer, der neue Wege beschreiten will, verlangt wird, in einigen Monaten die Mädchen an die Weltspitze heranzuführen. Das geht wahrscheinlich nicht, besonders wenn man eine nötige Umstellung der Technik der Damen vollziehen will. Bei den letzten Rennen hatte man den Eindruck, die Stars im ÖSV-Team der Damen fuhren gegen den Trainer.

09.01.2023 09:41

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