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Manfred Mölgg freut sich über seinen zweiten Platz (alle Fotos: Pentaphoto) Florian Eisath verpasste knapp die Top-Ten

Manfred Mölgg beim Riesentorlauf in Sölden auf Rang zwei

Ted Ligety hat am Sonntagnachmittag am Rettenbachferner in Sölden im Riesentorlauf das erste Weltcuprennen der Männer für sich entschieden. Der US-Amerikaner konnte somit seinen Sieg vom Vorjahr wiederholen. Zweiter wurde Manfred Mölgg aus St. Vigil in Enneberg, während Florian Eisath als Elfter knapp an den Top-Ten vorbeischrammte.

Ligety, Zweiter nach dem ersten Lauf, zeigte im zweiten Durchgang eine Top-Leistung und gewann in 1:17,50 Minuten. Er verwies den Südtiroler Manfred Mölgg auf Rang zwei. Der 30-jährige Gadertaler, dessen bestes Ergebnis in Sölden aus dem Jahr 2007 resultiert (6. Platz) lag am Ende 2,75 Sekunden zurück. Für Mölgg ist die Podiumsplatzierung das seit langem beste Resultat im Riesentorlauf. Dritter wurde ein Österreicher, nämlich Marcel Hirscher. Er hatte 3,12 Sekunden Rückstand auf Ligety.

„In Sölden lief es für mich bisher eigentlich nie so gut, deshalb kommt der zweite Platz für mich heute überraschend. Ich wusste ich bin gut drauf, aber das es so gut laufen würde, habe ich nicht geglaubt. Man hat nichts gesehen und ich habe im Steilhang einige Fehler gemacht. Ted Ligety muss ich deshalb ein Kompliment machen. Er ist super gefahren. Ich bin bisher noch nie zufrieden aus Sölden nach Hause zurückgekehrt, aber der zweite Rang heute gibt mir viel Selbstvertrauen für die noch bevorstehende Saison“, ließ Manfred Mölgg nach dem Rennen verlauten.

Ted Ligety freute sich indessen sehr über seinen Sieg: „Es ist unglaublich, ich hätte nicht geglaubt, dass es noch möglich wäre. Ich habe wirklich alles gegeben und im zweiten Lauf sehr viel riskiert. Sölden ist das erste Rennen der Saison und man weiß zu Beginn nie, wo man steht. Aber ich mag den Druck und kann mich schlussendlich immer darauf verlassen, dass ich gut in Form bin. Man kann die Top-Plätze nicht planen, deshalb muss man einfach gut fahren und sehen was dabei herauskommt.“

Der Eggentaler Florian Eisath, der nach dem ersten Lauf Rang 21 belegte, fuhr im zweiten Durchgang auf den zweiten Zwischenrang. Dem Südtiroler und zweitbesten „Azzurro“ in Sölden fehlten im Ziel 27 Hundertstel auf den zwischenzeitlich führenden Slowenen Adam Zampa. Mit einer Gesamtzeit von 2:40,10 Minuten belegte Eisath schließlich, aufgrund der vielen Ausfälle Rang elf. Roberto Nani wurde 18. während Davide Simoncelli im zweiten Lauf ausschied.


Weltcup-Riesentorlauf der Herren in Sölden (AUT) - Ergebnisse nach dem zweiten Lauf:

1. Ted Ligety (USA) 2:36,02 Minuten
2. Manfred Mölgg (St. Vigil/ITA) 2:38,77
3. Marcel Hirscher (AUT) 2:39,14
4. Thomas Fanara (FRA) 2:39,25
5. Didier Defago (SUI) 2:39,45
6. Hannes Reichelt (AUT) 2:39,62
7. Gauthier de Tessieres (FRA) 2:39,75
8. Benjamin Raich (AUT) 2:39,80
9. Adam Zampa (SVK) 2:39,83
10. Matts Olsson (SWE) 2:40,02
11. Florian Eisath (Obereggen/ITA) 2:40,10
18. Roberto Nani (ITA) 2:40,93


Im zweiten Lauf ausgeschieden: Davide Simoncelli (ITA)
Nicht für den zweiten Lauf qualifiziert: Luca De Aliprandini (ITA), Giovanni Borsotti (ITA), Matteo Marsaglia (ITA), Mattia Casse (ITA)
Im ersten Lauf ausgeschieden: Max Blardone (ITA)

Autor: sportnews