L Ski Alpin

Manfred Mölgg hat in seiner Karriere bisher 307 Weltcup-Rennen bestritten. © Pentaphoto

Manni Mölgg geht neue Wege – auf und abseits der Ski-Piste

Nach seinem Kreuzbandriss im Jänner kämpft sich Manfred Mölgg aktuell wieder zurück. Der Enneberger wird künftig neue Wege beschreiten – auf, aber auch abseits der Piste.

Anfang Jänner knackste es bei Manfred Mölgg während des Riesentorlaufs in Adelboden im Knie – Kreuzbandriss. Für den bald 38-Jährigen ein harter Schlag, den er aber schnell verarbeitet hat. Mittlerweile sind seit diesem Unfall knapp 5 Monate vergangen und Mölgg strotzt nur so vor Energie. „Ich habe sofort nach der Verletzung mit dem Reha-Training begonnen. In den letzten Wochen verbrachte ich etliche Stunden im Kraftraum und auf dem Fahrrad. Manchmal muss ich mich ein bisschen bremsen, um das Knie nicht zu überlasten“, so der Routinier aus St. Vigil gegenüber SportNews.


Manfred Mölgg: „Lust und Wille sind immer noch da.“


Allerdings ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht fix, ob Mölgg seine Karriere überhaupt fortsetzen wird. „Das hängt alles von meinem Knie ab. Wenn es auf den Skiern gut reagiert und alles passt, dann werde ich weitermachen. Die Lust und der Wille sind jedenfalls immer noch da“, so der Edel-Techniker, der in seiner Karriere 3 Weltcuprennen gewinnen konnte. Sollte Mölgg weitermachen, würde sich aber sicher etwas ändern: „Ich werde den Riesentorlauf dann wohl nur mehr zum Training nutzen und mich im Rennen voll und ganz auf den Slalom konzentrieren.“

Eine Erfolgsstory geht zu Ende
Eine Änderung wird es dagegen in puncto Material geben. Mölgg wird in Zukunft nicht mehr seinen Bruder Michael als Servicemann an seiner Seite haben – aufgrund von finanziellen Kürzungen der Skifirma Fischer, „aber nicht nur“, wie Manni betont. „Mir tut es brutal leid, ich hätte gerne mit meinem Bruder weitergemacht. Er ist seit 10 Jahren an meiner Seite. Wir haben zusammen gewaltige Erfolge gefeiert und er ist eine der wichtigsten Personen in meiner Karriere. Aber ich muss es eben akzeptieren“, so Mölgg. Ob er selbst weiterhin mit der Marke Fischer fahren wird, wird sich zeigen.
Duett mit Dominik Paris?
Während der Verletzungspause und des Corona-Lockdowns hatte Mölgg auch Zeit für neue Dinge. Dabei hat der Enneberger einen Faible für die Musik entwickelt. „Ich habe eine Überraschung geplant“, so der Slalom-Star, der ein Instrument gelernt hat, aber nicht allzuviel verraten möchte. „Wenn ich wirklich wieder in den Ski-Zirkus einsteigen werde, werde ich etwas veröffentlichen.“ Ob er auf den Spuren von Dominik Paris wandelt? „Seine Musik ist etwas zach. Aber vielleicht können wir ja mal ein Duett spielen. Dafür müsste ich aber noch etwas besser werden“, sagt der Routinier mit einem Schmunzeln.

Autor: det

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