
Manuel Feller bei einer Veranstaltung seines Sponsors. © APA / BARBARA GINDL
Manuel Feller: „Für Fleiß mit Schmerz bestraft“
Die Zuversicht ist bei Manuel Feller zurückgekehrt. Nach schwierigen Monaten mit einem erneuten Bandscheibenvorfall ist der ÖSV-Star wieder ins Schneetraining eingestiegen.
08. Oktober 2026
Von: apa
„Die letzten Wochen und ersten Schneetage waren sehr positiv“, sagte Feller am Donnerstag in Altenmarkt. Ob der nunmehrige Slalom-Spezialist in Levi (15. November), Gurgl (22.) oder erst in Val d'Isere (13. Dezember) die WM-Saison eröffnet, ist offen.
Feller hatte die abgelaufene Saison nach den Olympischen Spielen schwer angeschlagen vorzeitig beendet, um sich am Rücken und der Leiste operieren zu lassen. Die Reha-Phase verlief dann aber „überhaupt nicht nach Plan“, wie der bald 34-Jährige beim Medientag von Atomic verriet. „Es ist schwierig gewesen, die richtige Dosis zu finden, um das Training Schritt für Schritt zu steigern, ohne eine negative Reaktion auszulösen.“ Selbst der Alltag war mit Einschränkungen verbunden. Immerhin: Feller kam um eine zweite Operation herum.
Fellers Erkenntnis: „Bin kein Roboter“
Dem zwischenzeitlichen Motivationsloch ist der Nordtiroler laut Eigenaussage wieder entstiegen. „Wenn du für Fleiß mit Schmerz bestraft wirst, ist es nicht so einfach.“ Auch der Aufarbeitung von mentalen Beschwerden hat er sich mit professioneller Hilfe in der Sommerpause gewidmet. „Es war irgendwann zu akzeptieren, dass ich Stopp sagen muss und ich kein Roboter bin.“So jubeln will sich der Nordtiroler auch im kommenden Winter wieder sehen. © APA / EXPA/ JOHANN GRODER
Mittlerweile ist Feller wieder „schwer motiviert“. „Von Rennfahren sind wir noch ein Stück entfernt, aber zumindest so, dass wir einen Plan für einen skispezifischen Aufbau machen können.“ Nach seinem emotionalen Kitzbühel-Sieg und Olympia-Silber in der Teamkombi hat der ÖSV-Routinier die nächsten Begehrlichkeiten fest im Blick.„Wenn ich heute drei Ziele definieren müsste, wäre das ein 'back-to-back'-Kitzbühel-Sieg, Schladming und die WM“, erklärte Feller, der trotz des erreichten „Karriereziels“ in der Gamsstadt nachlegen will. „Ich habe unter Druck immer gut performt. Also wenn es heuer nicht so gut läuft, muss ich wieder irgendeinen Märchenwiesen-Sager rauslassen.“
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