L Ski Alpin

Marcel Hirscher war beim Nacht-Slalom in Schladming eine Klasse für sich. © APA / ERWIN SCHERIAU

Maschine Hirscher triumphiert – Mölgg verpasst Top Ten

Das Schladming-Spektakel wurde am Dienstagabend zur Hirscher-Show: Bei seinem „Heimrennen“ war der Österreicher eine Klasse für sich. Der Enneberger Manfred Mölgg tat sich im zweiten Lauf schwer und landete auf Rang 12. Alex Vinatzer holte Platz 16.

Eine Machtdemonstration, ein „Heimsieg“, der an den FC Barcelona in besten Pep Guardiola-Tagen erinnerte: Beim „Heimweltcup“, dem Nacht-Klassiker in Schladming, ließ Marcel Hirscher vor zigtausenden Fans seinen Gegnern nicht den Hauch einer Chance. Nachdem er bereits im ersten Lauf fast eine Sekunde Vorsprung hatte (SportNews hat berichtet) ließ der Favorit auch im zweiten Durchgang nichts anbrennen und war einmal mehr eine Klasse für sich.

Da half auch der starke zweite Lauf des Franzosen Alexis Pinturault nichts. Souverän, ohne nur einen Moment Zweifel am klaren „Heimsieg“ aufkommen zu lassen, beendete Hirscher den zweiten Durchgang ebenfalls mit Bestzeit. Schlussendlich triumphierte der 29-Jährige mit einem Vorsprung von auf 1,21 auf Alexis Pinturault. Rang drei ging an den Schweizer Daniel Yule (+1,60).

Das Podest (v.l.): Alexis Pinturault, Marcel Hirscher und Daniel Yule. © APA / HERBERT NEUBAUER

Im zweiten Lauf gab es gleich mehrere Ausfälle durch Einfädler zu beklagen. Unter anderem erwischte es den Norweger Henrik Kristoffersen, der nach dem ersten Durchgang noch Rang fünf belegt hatte.

Mölgg verpatzt zweiten Lauf

Manfred Mölgg musste sich nach einem verpatzten zweiten Durchgang mit Platz zwölf begnügen. Nachdem Mölgg den ersten Lauf auf Platz neun beendete hatte und Top-Ten-Luft schnupperte, tat sich der Enneberger im zweiten Lauf ungleich schwerer. Der 36-jährige Routinier erwischte von Beginn an keine optimale Fahrt, der Vorsprung war schnell weg. Mit mehr als acht Zehntel Rückstand erreichte er vorerst als Sechster das Ziel und beendete den Nacht-Slalom schließlich auf dem zwölften Platz.

Nach einem gute ersten Lauf tat sich Manfred Mölgg auf der Planail im zweiten Lauf schwerer. © APA / ERWIN SCHERIAU

Vinatzer auf Rang 16

Im ersten Lauf hatte Alex Vinatzer ein Ausrufezeichen gesetzt und qualifizierte sich mit Rang 16 souverän für den entscheidenden Durchgang der besten 30. Im zweiten Lauf konnte er seinen ordentlichen ersten Lauf jedoch nicht ganz wiederholen. Anfangs zeigte der junge Grödner eine saubere Fahrt, die ersten Zwischenzeiten waren vielversprechend. Doch mit zunehmendem Rennverlauf, insbesondere auf dem Mittelteil der Strecke, tat sich der 19-Jährige immer schwerer und verlor einiges an Zeit, bei seinem Zieleinlauf zeigte es nur Rang fünf auf der Anzeigetafel an.

Schlussendlich beendete Vinatzer das Rennen, auch aufgrund einiger Ausfälle, jedoch trotzdem auf dem starken 16. Platz. Damit egalisierte er sein bestes Weltcup-Ergebnis vom 20. Dezember 2018, als er beim Slalom in Saalbach-Hinterglemm ebenfalls Rang 16 geholt hatte. Somit dürfte er sich das Slalom-WM-Ticket gesichert haben.

Zehntausende Zuschauer sorgten auf der Planail für Stimmung. © APA / HERBERT NEUBAUER

Maurberger, Bacher und Tonetti verpassen zweiten Lauf

Nicht mehr bei der Entscheidung mit dabei waren der Ahrntaler Simon Maurberger, der Ratschingser Fabian Bacher und der Bozner Riccardo Tonetti. Maurberger und Bacher waren ausgeschieden, Tonetti verpasste mit einem verpatzten Lauf und Rang 51 die Quali für den zweiten Durchgang klar.

Autor: am

Empfehlungen

Kommentare (0)

Sie müssen sich anmelden, um die Kommentarfunktion zu nutzen..

© 2020 Sportnews - IT00853870210