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Das Klein Matterhorn in Zermatt soll Schauplatz des Starts der längsten Abfahrt der Welt sein. © dpa-tmn / Pedro Rodrigues

Mega-Abfahrt geplant: Von Zermatt nach Italien

Zermatt arbeitet an einem Projekt: Die längste Weltcup-Abfahrt der Welt! Geplant ist eine fast fünf Kilometer lange Strecke mit Start in der Schweiz und Ziel in Italien. Schon in zwei Jahren soll das Weltcuprennen erstmals über die Bühne gehen.

Am Tag, nachdem der Streit zwischen den Organisatoren der Lauberhornrennen von Wengen und Swiss-Ski eskalierte, machten die Walliser um den Bergbahn-Präsidenten Franz Julen ihre Vision einer Abfahrt von der Schweiz nach Italien in der NZZ publik.

„Wir haben kein Interesse, Wengen zu schaden.“
Franz Julen

Geplant ist eine fast fünf Kilometer lange Abfahrt mit Start auf knapp 3900 Metern, vom Klein Matterhorn über die Landesgrenze ins Aostatal. Bereits Anfang November 2022, also bevor die Speedspezialisten zu den traditionellen Abfahrten nach Nordamerika übersiedeln, soll das Debüt der Mega-Abfahrt über die Bühne gehen.
Wengen würde einen Rekord verlieren
Die Zusammenarbeit von Zermatt mit dem Skigebiet Cervinia macht das Projekt möglich. „Wir wollen dieses Rennen – und wir werden alles dafür tun“, sagt Julen, der auch ein Frauenrennen begrüßen würde. Bisher ist die Lauberhorn-Abfahrt, mit 4480 Metern, die längste im Weltcup-Zirkus. In Zermatt genieße das Projekt breiten Rückhalt, so Julen – und auch von Verbandsseite ist die Resonanz positiv. „November-Abfahrten in Zermatt – das passt wunderbar in unseren Kalender. Wir stehen voll und ganz hinter dem Projekt“, sagte FIS-Präsident Gian Franco Kasper.

Als Angriff auf die Lauberhorn-Rennen will Julen den Vorstoß nicht verstanden wissen. „Wir haben kein Interesse, Wengen zu schaden. Ein Weltcup ohne Wengen – das wäre ein Eigentor des Skisports“, betont der 61-Jährige.

Am Donnerstag präsentierte die FIS den Weltcup-Kalender 2019/2020 – inklusive fünf Rennen in Südtirol: Hier gehts zumSportNews-Bericht.

Autor: cst/apa

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