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Melanie Meillard will zurück in die Weltspitze. © Instagram

Melanie Meillard und der lange Weg zurück

Sie wurde früh hochgehandelt, fuhr schon als Teenagerin im Weltcup Top-Ergebnisse ein und galt als das größte Schweizer Ski-Talent. Doch eine schwere Verletzungen setzte dem rasanten Aufstieg von Melanie Meillard ein abruptes Ende. Jetzt will die 21-Jährige wieder dorthin, wo sie schon einmal war.

Die Geschichte der Schweizerin stellt im Ski-Zirkus kein Unikum dar – und doch zeigt sie, dass der Grat zwischen Erfolg und Misserfolg extrem schmal ist. Als Dauergast in den Top-10 in der Saison 2017/18 fuhr die damals 19-Jährige als Geheimfavoritin zu den Olympischen Spielen in Pyeongchang. Sowohl im Slalom als auch im Riesenslalom rechnete sie sich Medaillenchancen aus. Doch dann kam alles anders: Nur wenige Tage vor ihrem ersten Olympia-Auftritt stürzte sie im Training und zog sich eine komplexe Knieverletzung zu. Unter anderem erlitt Meillard einen Kreuzbandriss und verletzte sich am Außenmeniskus. Damit war die Saison für die Schweizer Ski-Hoffnung beendet.

Leidenszeit beginnt
Bei der Operation wurde Meillard eine Sehne eines fremden Körpers eingesetzt. In der Folge litt sie aber unter starken Schmerzen, weswegen sie nochmal unters Messer musste – und sich anschließend langsam wieder heranarbeitete. 698 Tage nach ihrem letzten Rennen gab sie schließlich in der vergangenen Saison in Lienz ihr Comeback, das allerdings nicht ihren Erwartungen entsprach. Nach drei weiteren, enttäuschenden Rennen zog sie die Reißleine und beendete im Februar ihre Saison vorzeitig.

Jetzt, fast fünf Monate danach, ist Meillard in Zermatt auf Schnee zurückgekehrt. „Nach mehreren Monaten des körperlichen Trainings stehe ich wieder auf Skiern und es geht mir gut“, schrieb die Schweizerin auf Instagram: „Es waren zwei fantastische Tage. Mein Knie fühlt sich gut an und ich bin bereit, die nächsten Schritte nach vorne zu machen.“ Der nächste Winter wird zeigen, ob Meillard wieder zu alter stärke zurückfindet. Zu wünschen wäre es ihr allemal.

Autor: leo

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