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Mikaela Shiffrin, Ski-Star aus den USA. © APA / EXPA/JOHANN GRODER

Mikaela Shiffrin: „Das hat mich heuer besonders genervt“

Ein langer und kräftezehrender Weltcupwinter ist Mitte März zu Ende gegangen. Eine der Protagonistinnen war wieder einmal Mikaela Shiffrin, die eine Saison mit Höhen und Tiefen erlebte. Nun sprach sie über die vergangenen Monate – und was sie dabei besonders genervt hat.

Für Mikaela Shiffrin war es wohl die schwierigste Saison ihrer Laufbahn. Der plötzliche Tod ihres Vaters im Februar 2020 hat die US-Amerikanerin aus der Bahn geworfen, sie hat sich sogar überlegt, die Karriere zu beenden. Glücklicherweise waren diese Gedanken aber schnell wieder verflogen. Trotzdem war Shiffrin, das Jahrhunderttalent aus Colorado, heuer über die ganze Saison gesehen noch nicht wieder die Alte.


Ihre Souveränität, ihr Selbstverständnis für Siege, ihre Brillanz – also all jene Eigenschaften, die sie in den letzten Jahren zur mit Abstand besten Skifahrerin der Welt gemacht hatten – ließ sie zwar immer wieder aufblitzen. Konstant über den gesamten Winter abrufen konnte sie sie aber nicht, was aufgrund der Umstände (Tod des Vaters, Verletzung vor Saisonbeginn, stärkere Konkurrentinnen) auch allzugut verständlich ist. Gerade deshalb war Shiffrin heuer von einigen Kommentaren immer wieder besonders genervt.

Shiffrin ist stolz auf ihre Saison
„Eine Sache, die mich heuer besonders genervt hat, ist, dass viele Leute sagten: 'Oh, sie ist schlechter geworden'“, sagte die 69-fache Weltcupsiegerin im Interview mit der New York Times. „Es ist wahr, dass es keine so gute Saison wie in den vergangenen Jahren war“, so Shiffrin, die aber auch anmerkte, dass das vielen Leute – nicht nur Skifahrern – in den vergangenen 12 Monaten so ergangen sei. „Wenn ich jetzt aber zurückblicke, bin ich stolz auf meine Saison. Ich wusste nicht, ob es überhaupt eine Weltcupsaison geben wird und ob ich emotional bereit dafür bin.“

Schlussendlich hat es die Ski-Queen aus den USA aber doch vorbildlich durchgezogen. Und ganz ehrlich: Drei Weltcupsiege, sieben weitere Podestplätze und vier WM-Medaillen (darunter eine Goldene) – da gibt es deutlich schlimmere verkorkste Saisonen.

Autor: det

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