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Mikaela Shiffrin ist in Sölden der begehrteste Interview-Partner. © ANSA / GIAN EHRENZELLER

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Mikaela Shiffrin ist in Sölden der begehrteste Interview-Partner. © ANSA / GIAN EHRENZELLER

Mikaela Shiffrin und ein gebrochenes Herz: „Er wird sich erholen“

Sie ist der große Star in Sölden, sie steht im Scheinwerferlicht wie keine andere: Mikaela Shiffrin. Unmittelbar vor dem großen Weltcup-Opening ist die Vorfreude beim Ski-Superstar allerdings getrübt. Vor versammelter Medienrunde sprach sie sichtlich gerührt über ihren Freund Aleksander Aamodt Kilde.

aus Sölden

Alexander Foppa

Von:
Alexander Foppa

Keine andere Skifahrerin ist in Sölden so sehr gefragt wie Mikaela Shiffrin. So auch am Freitagnachmittag im Hotel „Das Central“ im Herzen Söldens, wo der alljährliche FIS-Talk über die Bühne ging. Der Einladung des Ski-Weltverbands waren alle Stars der Szene gefolgt, von Marco Odermatt über Lucas Pinheiro Braathen bis hin zu Julia Scheib. Doch bei niemandem wurde so genau hingelauscht, so fest in die Tasten getippt wie bei Mikaela Shiffrin. Die 31 Jahre alte US-Amerikanerin hatte viel zu sagen.


Zunächst ging es um ein Thema, das ihr besonders am Herzen liegt: ihr Freund Aleksander Aamodt Kilde und dessen Gesundheitszustand. Er hat sich kürzlich im Training die Achillessehne gerissen, die Fortsetzung eines unglaublichen Verletzungsdramas. Der Ski-Star aus Norwegen wird diese Saison keine Rennen mehr bestreiten. „Aleks ist okay, aber sein Herz ist gebrochen“, sagte Shiffrin mit trauriger Stimme.

„Es haben sich so viele bei ihm gemeldet. Das gibt ihm Kraft.“ Mikaela Shiffrin

Kilde hat bereits mit der Reha begonnen – und dabei kann er auf besonderen Support bauen. „Es haben sich so viele Teamkollegen, Konkurrenten, Fans und generell so viele Personen aus dem Skizirkus bei ihm gemeldet. Das gibt ihm besonders viel Kraft“, so Shiffrin. „Er wird mit der Situation klarkommen und sich erholen, da bin ich mir sicher.“

Mikaela Shiffrin und Aleksander Aamodt Kilde sind seit Jahren das Ski-Traumpaar schlechthin. © ANSA / JEAN-CHRISTOPHE BOTT

Mikaela Shiffrin und Aleksander Aamodt Kilde sind seit Jahren das Ski-Traumpaar schlechthin. © ANSA / JEAN-CHRISTOPHE BOTT


Aktuell muss Kilde aber ohne seine Herzensdame auskommen. Während er in Innsbruck schon wieder an seiner Rückkehr arbeitet, kämpft sie rund 80 Kilometer weiter südöstlich in Sölden um ihren ersten Saisonsieg. Shiffrin geht am Samstag als Top-Favoritin ins Weltcup-Opening. „Ich hatte zuletzt richtig gute Trainingseinheiten, ich fühle mich großartig. Aber Rennen fahren ist dann nochmal was anderes. Mal sehen, was für mich rausspringt“, hielt sich die 110-fache Weltcupsiegerin bedeckt.

Shiffrin geht neue Wege

Für Shiffrin ist dies der Auftakt in eine besondere Saison. Eine, in der sich ihr Fokus klar verschiebt – weg von ihrer Paradedisziplin, dem Slalom, hin zur Hochgeschwindigkeit. „Seit Beginn meiner Karriere habe ich immer nach Veränderungen gesucht, letzthin bin ich aber sehr lange dieselbe Schiene gefahren. Jetzt habe ich auf meinen Körper gehört, mir Gedanken gemacht. Und ich bin zum Entschluss gekommen: Ich will im Super-G voll angreifen.“

Wie sie alle Disziplinen unter einen Hut bekommt, müsse sich erst zeigen. Fest steht: Mikaela Shiffrin will in dieser schwierigen Zeit neue Wege gehen – und dabei erfolgreich bleiben.

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