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Ein kurioses Comeback im Ski-Zirkus. © APA / HERBERT NEUBAUER

Mit 40 Jahren: Dieses Comeback verblüfft die Ski-Welt

Bei den Temperaturen, die in Europa gerade vorherrschen, kommt keine Ski-Stimmung auf. Das ist aber nicht überall so. Am anderen Ende der Welt ist es Winter, es steigen Ski-Rennen – und es gab kürzlich ein Comeback, das die gesamte Szene komplett verblüffte.

Der Cerro Catedral ist ein 2400 Meter hoher Berg in Argentinien. Weil es dort einen herrlichen Ausblick auf den malerischen Nahuel-Huapi-See gibt, ist dieser Hügel ein populäres Ausflugsziel für Touristen. Im aktuell vorherrschenden südamerikanischen Winter ist der Cerro Catedral aber vor allem eines: Eine gefragte Destination für Ski-Rennen.


Vergangene Woche fand unter anderem ein FIS-Slalom statt. Beim Anblick der Ergebnisliste dürfte sich so mancher Ski-Fan verdutzt die Augen gerieben haben. Zum einen, weil der Sieger des Rennens die unfassbar hohe Startnummer 85 hatte. Zum anderen, weil ebendieser Triumphator auf den Namen Akira Sasaki hört. Dieser ist der erfolgreichste japanische Skifahrer der jüngeren Geschichte – und eigentlich seit mehr als acht Jahren im Ruhestand!

Ein ambitionierter Plan
Sasakis Karriere war am 9. März 2014 zu Ende gegangen. An 143 Weltcuprennen nahm der 1,82 Meter große Technikspezialist teil, drei Mal schaffte er es sogar auf das Podest. Vor allem seine erste Stockerl-Platzierung war denkwürdig. 2003 preschte er im Lauberhornslalom von Wengen mit der Startnummer 65 völlig sensationell auf den zweiten Platz vor, geschlagen nur vom legendären Giorgio Rocca. 2014 hatte der damals 32-Jährige auch aufgrund von körperlichen Problemen genug vom populärsten Wintersport der Welt. Dachte er zumindest. Denn nun, mehr als acht Jahre später, kehrt der jetzt 40-jährige Japaner mit einem ambitionierten Plan ins Ski-Business zurück.

Akira Sasaki kehrt zurück.


Sasaki will nämlich zum fünften Mal an Olympischen Spielen teilnehmen. 2002 in Salt Lake City, 2006 in Turin, 2010 in Vancouver und 2014 in Sotschi war er jeweils dabei, nun strebt er ein Antreten bei Olympia 2026 in Mailand und Cortina an. „In den letzten drei Jahren fragte ich mich, was die größte Herausforderung ist, die ich annehmen könnte. Tief in meinem Herzen wusste ich, was das war, bis jetzt hatte ich aber nicht den Mut dazu, es zu sagen: Es ist die Rückkehr in die Welt des Rennsports“, schreibt Sasaki auf einer Crowdfundingseite, mit deren Hilfe er sein Comeback finanzieren will.
Das kurioseste Comeback des Jahres
Unterstützt wird Sasaki schon jetzt von der Skimarke Fischer, mit deren Latten er unterwegs ist. „Ich feiere es, dass ich nach acht Jahren Pause meine zweite Karriere beginnen kann. Ich bin wirklich froh, dass ich im weißen Zirkus zurück bin“, so der 40-Jährige, der sich in der Weltrangliste nun wieder nach oben kämpfen muss. Das kurioseste Comeback des Jahres ist jedenfalls schon inmitten unseres Hochsommers erfolgt.

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