Mit diesem Logo will sich Gröden die WM schnappen

Das war schon mal WM-tauglich: Auf der Terrasse der Lisas' Alm, drei Fußschritte von der legendären Saslong enfernt, und mit dem Langkofel als imposante Hintergrundkulisse haben Grödens Ski-Macher am Donnerstag Einzelheit zur geplanten Weltmeisterschaft 2029 verkündet. Gleichzeitig wurde auch eine klare Botschaft an die Skeptiker im Tal gesendet.

In erster Linie hatte der Saslong Classic Club aktive Skirennfahrer, ehemalige Sportler, Funktionäre, Ehrengäste und Medien zur Saslong gebeten, um das offizielle Logo der Grödner Kandidatur für die Alpine Ski-WM 2029 zu präsentieren.


Das Markenzeichen, mit dem Gröden die Kandidatur für die Alpinen Ski-Weltmeisterschaften in etwas weniger als sieben Jahren bewerben will, ist sehr stark an das Logo der Weltcuprennen und des ausrichtenden Saslong Classic Club angelehnt. Kein Wunder, will das Organisationskomitee bei der Jury des internationalen Skiverbandes FIS mit jenen Werten punkten, die die Grödner Veranstalter seit Jahrzehnten auszeichnet: Leidenschaft, Professionalität, Zuverlässigkeit und Innovation.

Rainer Senoner, Isolde Kostner, Nicol Delago, Max Perathoner und Werner Perathoner mit dem neuen Logo.


„Das neue Logo zeigt wer wir sind. Das 'G' steht für den Saslong Classic Club, der seit über 50 Jahren Weltcuprennen organisiert. Wir wollen die Kandidatur und eine eventuelle WM gemeinsam mit der gesamten Bevölkerung im Tal organisieren“, sagte Rainer Senoner, Präsident des Saslong Classic Club und treibende Kraft der WM-Kandidatur, am Donnerstagnachmittag.

Kurz davor hatten Weltcupathletin Nicol Delago und Nachwuchsrennläufer Max Perathoner das von Michael Mussner entworfene Logo an der legendären Abfahrtspiste enthüllt. „Es wäre für mich, aber auch für die anderen Südtiroler und Athleten aus Italien ein absoluter Traum an einer WM in Gröden teilnehmen zu dürfen“, erklärte Delago. Perathoner ergänzte: „Vor der eigenen Familie, vor Bekannten und Verwandten eine WM fahren zu dürfen – das wäre wirklich etwas Einzigartiges.“
„Es wäre schön, wenn alle drei Ortschaften gemeinsam die WM ausrichten würden. Rainer Senoner, Präsident des Saslong Classic Club

In dieselbe Kerbe schlug auch Christoph Senoner, Bürgermeister der Gemeinde St. Christina. „Wir haben als Gemeinde sofort zugesagt, als wir von diesem Traum gehört haben. Wir werden die Kandidatur auf jeden Fall tatkräftig unterstützen“, so Senoner. Ähnlich ist die Unterstützung in Wolkenstein. Lediglich in der dritten Grödner Gemeinde, St. Ulrich, hat man sich bislang nicht für eine klare Befürwortung durchgerungen. „Wir zählen ganz stark auf die Gemeinde St. Ulrich und hoffen, dass die Skepsis jener Begeisterung weicht, die in St. Christina und Wolkenstein vorherrscht. Es wäre schön, wenn alle drei Ortschaften gemeinsam die WM ausrichten würden.“

Die Weltcup-erprobte Organisatoren werden die nächsten Wochen und Monate weiter an einem Dossier arbeiten, dass kommendes Jahr dem Ski-Weltverband übergeben werden soll. Bis dahin wird sich auch zeigen, mit welchen Gegenkandidaten es die Grödner zu tun bekommen. Im Frühjahr 2024 erfolgt dann die offizielle WM-Vergabe.

Das Grödner Logo für die WM-Kandidatur.


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