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Kaputtes Kreuzband? Carlo Janka fährt trotzdem zu Olympia © APA/afp / APA/Christof Stache

Mit gerissenem Kreuzband: Carlo Janka bekommt Olympia-Chance

Am 24. Oktober 2017 hat sich der Schweizer Abfahrer Carlo Janka das Kreuzband gerissen. Ohne Operation und ohne Rennen wurde er jetzt aber doch für die Olympischen Spiele in Pyeongchang nominiert.

Normalerweise zieht ein Kreuzbandriss eine Ausfalldauer von einem halben Jahr nach sich. Carlo Janka wird Mitte Februar, also nur knapp dreieinhalb Monate nach der schweren Verletzung, bei den Olympischen Spielen aber dennoch mit dabei sein. Wie das geht?

Hände-Therapie statt Operation


Janka ließ die Blessur konservativ per Manualtherapie, sprich nur mit den Händen, behandeln, verzichtete also auf eine Operation. Ein Heilverfahren, das Wirkung zeigte. „Im Knie ist eigentlich alles gut vernarbt“, erklärte der Schweizer vor kurzem in einem Interview. Zuletzt trainierte er in Wengen und Garmisch, startete auch bei den Abfahrtstrainings in diesen Örtlichkeiten, ging in den Rennen aber nie an den Start. Also fährt Janka mit gerissenem Kreuzband und ohne Rennpraxis nach Pyeongchang. Dass der Schweizer Verband Vertrauen in ihn hat, zeigt die Tatsache, dass Gian Luca Barandun, der das halbe Limit für die Spiele erfüllt hat, für Janka Platz machen musste und zu Hause bleibt.

Der Verband traut Janka wohl einiges zu – auch, weil der Schweizer vor zwei Jahren auf dem Olympiahang in Jeongseon den Super-G gewonnen hat.

Autor: det

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