L Ski Alpin

Blüht so richtig auf: Joana Hählen. © AFP / FABRICE COFFRINI

Mit Kreuzbandriss zu 2 Podestplätzen

Jahrelang wartete Joana Hählen auf ihren ersten Podestplatz im Weltcup, nun durfte die Schweizerin innerhalb weniger Tage gleich 2 Mal aufs Treppchen steigen. Und das, obwohl das linke Knie der 28-Jährigen eigentlich kaputt ist.

Bei einem Sturz im Mai 2018 hatte sich Joana Hählen im linken Knie das Kreuzband gerissen. Das ist eine, wenn nicht die schlimmste Verletzung für eine Skifahrerin. In den allermeisten Fällen wird das Knie unmittelbar danach operiert, eine Zwangspause von einem halben Jahr ist notwendig.

Hählen schlug aber einen anderen Weg ein und wählte eine konservative Behandlung, legte sich also nicht unters Messer. Weil das Knie nicht zusätzlich beschädigt wurde (Meniskus, Knorpel und Seitenbänder sind also heil), kann die Schweizerin auch mit einem gerissenen Kreuzband Weltcup-Rennen bestreiten. „Mit gerissenem Kreuzband zu fahren, ist nicht gefährlicher als mit ganzem Kreuzband“, wird Knie-Spezialist Niklaus Friederich im Schweizer Blick zitiert. Voraussetzung sei aber eine gute Muskulatur. Genau das ist bei Hählen, die zu den Kräftigsten im Ski-Zirkus zählt, der Fall.

Das Ski-Ass ist mit kaputtem Kreuzband sogar so gut wie noch nie: Bei der Abfahrt in Bansko und dem Super-G in Rosa Khutor wurde sie jeweils Dritte und feierte so ihre ersten Podestplätze im Weltcup. „Ich habe keine Angst mehr, fühle mich gut“, sagte sie dem Blick.

Autor: det

Empfehlungen

Kommentare (1)

Sie müssen sich anmelden, um die Kommentarfunktion zu nutzen..

Hermann Zanier [melden]

Die Dame sollte es einmal mit beidseitig gerissenen Bändern versuchen: dann gewinnt sie noch ein Rennen

06.02.2020 18:23

© 2020 Sportnews - IT00853870210