L Ski Alpin

Mit nur 26 Jahren ist Schluss. © AFP / JOE KLAMAR

Das viel zu frühe Ende einer Schweizer Ski-Karriere

In exakt einem Monat steht im Damen-Weltcup das erste Saisonrennen auf dem Programm. Eine Schweizer Ski-Hoffnung wird im anstehenden Winter jedoch nicht mehr dabei sein.

„Bis jetzt habe ich noch keine Träne vergossen. Und sollte dies noch der Fall sein, werden es Freudentränen sein“: Mit diesen Worten verabschiedete sich Carole Bissig von der Ski-Bühne. Wehmut schwingt in diesen Sätzen keine mit, viel mehr hört sich das nach Erleichterung an. Erleichterung, eine Entscheidung getroffen zu haben, die nicht einfach, aber alternativlos war.


23 Weltcup- und 101 Europacuprennen hat die Schweizer Ski-Hoffnung bestritten. Mit 26 Jahren hätte die Slalom-Spezialistin eigentlich noch einige gute Jahre vor sich gehabt – wäre da nicht dieses leidige Problem mit dem Rücken.

Risiko zu groß
„Seit meinem Bandscheibenvorfall vor drei Jahren gelang es mir nie mehr, konstant ans Limit zu gehen. Meine Bandscheibe hing nur noch an einem Faden. Hätte ich weitergemacht, wäre sie womöglich ganz rausgefallen – dann hätte ich operiert werden müssen“, wird Bissig im Schweizer Blick zitiert. Die Schweizerin bekam die Probleme mit einer konservativen Behandlung zwar in den Griff, das Risiko war aber doch zu groß, bleibende Schäden davonzutragen. Also entschied sich Bissig für das Karriereende.

Nun arbeitet die ältere Schwester von Semyel Bissig (er ist ebenfalls im Weltcup unterwegs) in einem Hotel an der Rezeption. Eine Tätigkeit, die ihr sehr viel Spaß macht. Ihr bestes Ergebnis im Weltcup hat die Ski-Dame übrigens 2018 in Kranjska Gora eingeheimst, als sie im Slalom auf Platz 17 gelandet ist.

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