L Ski Alpin

Dominik Paris hat einen Ausnahme-Status verpasst bekommen. © Pentaphoto / G. Facciotti

Mit Überraschungen: Das Ski-Team 2022/23 der Männer

Der italienische Wintersportverband FISI hat die Kader für die kommende Saison 2022/23 veröffentlicht. Altbekannte Gesichter gibt es bei den Ski-Männern nicht nur im Bereich der Athleten, sondern auch bei den Trainern. Und doch: Ein Südtiroler Ski-Ass hat kein Ticket für die Nationalmannschaft mehr ergattert.

34 Athleten sind in Italiens Ski-Nationalmannschaft der Männer, die unter der Führung von Massimo Carca steht, vertreten. Man könnte auch sagen, dass es 33 + 1 sind, denn Dominik Paris bekommt quasi ein Privatteam zur Verfügung gestellt.


Der Abfahrer aus dem Ultental ist das Aushängeschild der Azzurri. Kein anderer FISI-Athlet verkörpert die Weltklasse so sehr, wie der 33-Jährige. Immerhin ist Paris der einzige aus dem Lager der Azzurri, der im vergangenen Winter einen Sieg einfahren konnte. Damit es mit der lang ersehnten Abfahrts-Kristallkugel klappt, bekommt Paris künftig ein eigenes Betreuerteam zur Verfügung gestellt. Die Trainer Alberto Ghidoni und Michael Gufler kümmern sich um das Sportliche, dazu kommen Servicemann Sepp Zanon und Physiotherapeut Luis Kuppelwieser.

Prast und Schieder bekommen Chance – Tonetti nicht im Kader
Im „normalen“ Weltcup-Speedteam sind drei Südtiroler vertreten. Neben dem gesetzten Routinier Christof Innerhofer bekommen auch Alexander Prast und Florian Schieder eine Bewährungsprobe. Beide sind nach einem Knie-„Totalschaden“ auf dem Weg zurück in den Weltcup. Trainiert werden sie dabei unter anderem von Patrick Staudacher, der im Weltcup-Trainerteam des Speedteams steht.

Riccardo Tonetti ist aus der Nationalmannschaft geflogen. © Pentaphoto / G. Facciotti

Während Simon Maurberger und Alex Vinatzer, wie erwartet, im Slalom-Aufgebot der Nationalmannschaft aufscheinen, hat Riccardo Tonetti keinen Platz mehr ergattert. Der bald 33-jährige Bozner, der jüngst die Olympischen Spiele 2026 als großes Ziel bezeichnet hat, scheint im Kader nicht auf. Für mehr Podestplätze der Slalom-Männer soll Simone Del Dio sorgen. Er ist der neue Cheftrainer und hat zuletzt sehr erfolgreich in Frankreich (u.a. mit Clement Noel) gearbeitet
Fill ins Weltcup-Trainerteam befördert
Bei den Riesentorläufern setzen die Azzurri auf die Jugend – wohl auch aus Mangel an Alternativen. Der Nonsberger Luca De Aliprandini ist der einzige Spitzenfahrer im Riesentorlauf-Weltcupteam. Mit dem 21-jährigen Giovanni Franzoni (er schnappte sich im Vorjahr den Gesamtsieg im Europacup und hat einen fixen Startplatz) gibt es ein hoffnungsvolles Talent, das sich im Weltcup aber erst beweisen muss. Mit dem gleichaltrigen Filippo Della Vite bekommt ein weiterer Nachwuchsfahrer die Chance im Weltcup-Kader. Der Kastelruther Alex Hofer stößt ab Oktober ebenfalls zum Team. Unterstützt wird er dabei von Peter Fill, der vom Europacup- in das Weltcup-Trainerteam der Riesentorläufer befördert wurde.
Saison 2022/2023: Die Ski-Nationalmannschaft der Männer
Weltcup Elite: Dominik Paris (Ulten)
Cheftrainer: Alberto Ghidoni
Weltcup-Speed: Christof Innerhofer (Gais), Alexander Prast (Bozen), Florian Schieder (Kastelruth), Guglielmo Bosca, Mattia Casse, Matteo Marsaglia, Nicolò Molteni, Pietro Zazzi, Emanuele Buzzi
Cheftrainer: Lorenzo Galli

Weltcup Slalom: Simon Maurberger (Ahrntal), Alex Vinatzer (Wolkenstein), Stefano Gross, Giuliano Razzoli, Tommaso Sala
Cheftrainer: Simone Del Dio

Weltcup Riesentorlauf: Alex Hofer (Kastelruth), Giovanni Borsotti, Luca De Aliprandini, Filippo Della Vite, Giovanni Franzoni
Cheftrainer: Walter Girardi

Europacup Speed/Riesentorlauf: Maximilian Ranzi (Lana), Marco Abbruzzese, Benjamin Jacques Alliod, Gregorio Bernardi, Matteo Franzoso, Federico Scussel, Federico Simoni, Simon Talacci
Cheftrainer: Alexander Prosch

Europacup Technische Disziplinen: Tobias Kastlunger (St. Vigil), Manuel Ploner (St. Kassian), Corrado Barbera, Matteo Bendotti, Gianlorenzo Di Paolo, Tommaso Saccardi
Cheftrainer: Alexander Prosch

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