L Ski Alpin

Der verdiente Sieger: Sebastian Foss-Solevåg. © APA / BARBARA GINDL

Mölgg erleichtert, Vinatzer frustriert, Foss-Solevåg überglücklich

Während die Südtiroler Slalom-Fahrer am Sonntag in Flachau einen bittersüßen Tag erlebten, strahlte Sebastian Foss-Solevåg erstmals in seiner Karriere vom obersten Treppchen des Podestes.

Foss-Solevåg erlebte im verschneiten Flachau kein Dejà-vu. Denn schon in Madonna di Campiglio lag der 29-Jährige in Führung, damals rettete er seinen Vorsprung jedoch nicht ins Ziel und wurde Zweiter. Am Sonntag fuhr der Norweger im ersten Durchgang erneut die beste Zeit. Und diesmal fing die von Österreich angeführte Konkurrenz ihn nicht mehr ab. Mit der Laufbestzeit holte sich Foss-Solevåg in überlegener Manier seinen ersten Weltcupsieg und sackte anschließend vor Freude zu Boden. Dahinter erklomm Marco Schwarz im sechsten Slalom zum fünften Mal das Podest, während es Alexis Pinturault erstmals in diesem Winter auf das Slalom-Podest schaffte.


Alex Vinatzer hat sich unterdessen nicht aus seinem Tief befreien können: Mit Ach und Krach hatte sich der 21-Jährige für die Entscheidung qualifiziert, in der er alles auf eine Karte setzte. Zunächst ging dieser Plan blendend auf, doch dann fädelte der Mann aus Wolkenstein ein. Schade, denn eine große Verbesserung lag im Bereich des Möglichen. So aber mussten die anderen Südtiroler die Kastanien aus dem Feuer holen. Wie etwa Manfred Mölgg: Der Routinier aus Enneberg zog auf der welligen Hermann-Maier-Piste perfekte Schwünge – und freute sich im Ziel über grünes Licht: „Endlich“ schrie Mölgg, der 13. wurde, in den leeren Zielraum. Simon Maurberger zeigte seinerseits eine beherzte Fahrt, ihn ereilte jedoch das gleiche Schicksal wie Vinatzer.

Fädelte ein, seine Formkurve zeigt aber nach oben: Simon Maurberger © APA/afp / JOE KLAMAR


Für die Geschichte des Tages sorgte allerdings nicht der Sieger: Denn AJ Ginnis aus Griechenland trug sich in die Annalen des Skisports ein, indem er als erster Athlet seines Landes Weltcuppunkte sammelte. Im Herbst erzählte der 26-Jährige uns seine Geschichte.

Das Ergebnis:

Autor: leo

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