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Morddrohung gegen Schweizer Ski-Star. © GETTY IMAGES NORTH AMERICA / MATTHEW STOCKMAN

Morddrohung gegen Schweizer Ski-Star

Ski-Stars, insbesondere jene vom Speed-Bereich, müssen oft ein dickes Fell haben. Meistens auf den Pisten, wo sie mit Höchstgeschwindigkeiten einen Berg hinunterrasen. Aber auch abseits der Strecke. Bei einem Schweizer Ski-Crack hat sich nun eine unschöne Szene zugetragen.

Urs Kryenbühl hat heuer schon vor Saisonstart auf sich aufmerksam gemacht. Allerdings nicht aus sportlicher Sicht, sondern aufgrund seines Impfstatus: Der Schweizer, der im Weltcup drei Mal aufs Podest gefahren ist, lässt sich nämlich nicht gegen das Coronavirus pieksen. Kryenbühl musste deshalb in den letzten Wochen vor allem auf Social Media einiges aushalten.


Wie der Schweizer Blick nun berichtet, habe der 27-Jährige sogar eine Morddrohung erhalten. „Es waren schon einige sehr strube und vor allem sehr persönliche Angriffe dabei, die mir entsprechend nahegegangen sind“, erzählt Kryenbühl dem Boulevardblatt. Allerdings habe sich die Lage zuletzt etwas beruhigt.

„Ich lese die Kommentare nicht mehr.“ Urs Kryenbühl

„Weil die Resultate in Gröden (Platz 26 und 39, Anm. d. Red.) nicht wie gewünscht ausgefallen sind, hat auch das öffentliche Interesse an meiner Person nachgelassen. Mittlerweile habe ich mir aber auch einen besseren Selbstschutz angeeignet. Wenn im Blick ein Artikel über mich erscheint, lese ich die untenstehenden Kommentare der Leser nicht mehr.“
Keine Impfung, kein Olympia
Urs Kryenbühl braucht also ein dickes Fell. Trotzdem ist eine fehlende Coronaimpfung im Ski-Weltcup ein beachtliches Handicap. Um die Nordamerika-Rennen zu bestreiten, musste der Schweizer etwa große Mühen und Kosten auf sich nehmen (SportNews berichtete). Und zu den Olympischen Spielen kommt nur, wer sich den Pieks abgeholt hat. Bleibt abzuwarten, ob beim 27-jährigen Speed-Ass – das sich dieser Tage auf der Strecke in Bormio besonders wohl fühlt – ein Umdenken erfolgt.

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