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Obwohl das Wetter schön war, fand in Rosa Khutor am Samstag keine Abfahrt statt. © APA/afp / DIMITAR DILKOFF

Nach Abfahrts-Absage: Kritik der Ski-Asse

Mehr als drei Stunden vor dem geplanten Start ist die Abfahrt der Ski-Damen am Samstag auf der Olympia-Strecke im russischen Rosa Khutor abgesagt worden. Der Ski-Weltverband (FIS) begründete das am Samstag mit dem Zustand der Piste nach den starken Schneefällen. Das hat nicht jedem geschmeckt.

Die Absage traf auf gemischte Reaktionen. „Wir verstehen das teilweise selber nicht ganz, weil man eigentlich den ganzen Tag Zeit hätte, die Piste herzurichten“, meinte Nicole Schmidhofer. Die Steirerin gab zu, dass manche Passagen schwierig zu präparieren gewesen wären. „Aber es einfach gar nicht zu probieren, ist einfach für mich und, wie ich glaube, für viele weitere sehr unverständlich.“


Man müsse die Entscheidung freilich akzeptieren. „Wie sie zustande gekommen ist, weiß keiner so genau. Dann hoffen wir halt morgen auf das Beste.“ Größte Herausforderung für den Super-G am Sonntag (9 Uhr) sei für sie nun, das richtige Setup zu treffen. „Dadurch, dass wir keine Abfahrt haben, habe ich überhaupt keinen Anhaltspunkt.“ Schmidhofer hoffte darauf, dass das abgesagte Rennen schon nächste Woche in Garmisch-Partenkirchen nachgeholt werden könne.

Shiffrin ist die große Gewinnerin
Auch ÖSV-Damen-Rennsportleiter Christian Mitter konnte die Absage nicht ganz nachvollziehen. „Schon am Limit die Entscheidung“, sagte der Steirer. „Ein paar Kurven sind ein bisschen weicher gewesen nach vier Tagen Schneefall. Aber von meiner Position aus wär es gegangen.“ Es werde aber schon gute Gründe geben. Andere Läuferinnen wie beispielsweise Anna Veith hatten wiederum vollstes Verständnis.

Große Gewinnerin der Absage ist Mikaela Shiffrin. Denn deren Verzicht auf die Reise nach Russland wirkte sich dadurch nicht negativ auf ihr Punktekonto aus. Die US-Amerikanerin liegt im Abfahrtsweltcup nur 16 Zähler hinter der Führenden Corinne Suter aus der Schweiz – das Rennen ist weiter offen. Nach Garmisch steht noch die Abfahrt in Crans-Montana im Kalender, ehe es zum Weltcup-Finale nach Cortina d'Ampezzo geht.

Autor: apa/det

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