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Dominik Paris fuhr bei der traditionellen Lauberhorn-Abfahrt auf das Podest. © ANSA / PETER SCHNEIDER

Nach Höllenritt in Wengen: Dominik Paris ist zurück auf dem Podest

Die Abfahrt in Wengen ist nichts für zartbesaitete Sportler. Das wurde auch am Samstag deutlich, als selbst die Topfahrer nicht ohne Fehler in das Ziel der längsten Abfahrt im Ski-Weltcupzirkus kamen. Am Ende durften drei große Namen des Skisports über Podestplätze jubeln.

Vincent Kriechmayr (AUT), vor Beat Feuz (SUI/+0,34 Sekunden) und Dominik Paris (Ulten/+0,44): So sieht das Siegerpodest der traditionellen Lauberhorn-Abfahrt 2022 aus. Die drei Routiniers absolvierten das Rennen am besten, wenngleich auch sie nicht ohne Fehler auf einer schwierig zu bändigen Piste blieben. Wengen-Newcomer Marco Odermatt (SUI) schrammte bei seinem ersten Abfahrtsrennen von ganz oben um zwei Hundertstel am Podest vorbei.


Während Kriechmayr seinen zweiten Sieg vor der Kulisse von Eiger, Mönch und Jungfrau feierte, ist es für Paris der zweite Podestplatz nach 2020 (2.). Nach zuletzt drei Rennen ohne Podestplatz, ist die Mini-Durststrecke für den 32-Jährigen aus St. Walburg in Ulten zu Ende gegangen. Zudem hat sich Paris das Rote Trikot von Samstagsieger Aleksander Aamodt Kilde (Platz 7/+0,98) zurückerobert. Nach dem Sieg in Bormio kurz vor Jahreswechsel ist der 3. Platz in Wengen der zweite Podestplatz von Paris in der laufenden Weltcupsaison.

Kriechmayr jubelt mit Ausnahmeregelung
Kriechmayr feierte am Samstag seinen zehnten Weltcupsieg, den ersten in der laufenden Saison. Dabei hätte der Oberösterreicher gar nicht in Wengen starten dürfen, wenn es nicht eine Ausnahmeregelung der FIS gegeben hätte (SportNews hat berichtet). „Ich hoffe dass diese Regelung auch künftig bei anderen Athleten angewendet wird“, sagte Kriechmayr nach seinem Wengen-Sieg im ORF-Interview.

Carlo Janka verabschiedete sich vom Weltcupzirkus. © ANSA / PETER SCHNEIDER


Christof Innerhofer machte im mittleren Streckenteil einen großen Fehler, der den Gaiser viel Zeit kostete. Am Ende verlor Innerhofer 1,85 Sekunden auf Sieger Kriechmayr und verpasste dadurch die Top 10. Für einen emotionalen Moment sorgte Carlo Janka, der sein letztes Weltcuprennen bestritt und im Ziel mit einem Abschiedsbanner empfangen wurde.


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