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Felix Neureuther ließ seinem Frust freien Lauf. © APA / HELMUT FOHRINGER

Nach Morddrohungen – Jetzt spricht Neureuther

Felix Neureuther hat sich in den vergangenen Tagen mit dem Vorwurf konfrontiert gesehen, Morddrohungen gegen den Schweizer Urs Kryenbühl verharmlost zu haben. Nun hat sich die ehemalige Ski-Größe zu Wort gemeldet – und seinem Frust freien Lauf gelassen.

Bereits vor der Saison war Urs Kryenbühl im Rampenlicht gestanden. Hintergrund war dessen Impfstatus, der Schweizer verzichtete nämlich auf eine Impfung gegen das Coronavirus. Dies führte zum traurigen Umstand, dass der Athlet eine Morddrohung erhalten hatte (SportNews berichtete). Zum Jahreswechsel hat sich der heutige TV-Experte Felix Neureuther angesichts des Vorfalls geäußert. Daraufhin wurde dem Deutschen eine Verharmlosung der Tat vorgeworfen.


Am Freitag versuchte er die Situation aufzulösen und das Missverständnis zu erklären. „Weil einige Leute mir geschrieben haben, dass ich es befürwortet hätte, dass Kryenbühl Morddrohungen bekommen hat, weil er nicht geimpft ist. Sagt mal, gehts eigentlich noch?“, begann Neureuther seine Tirade.

Keine Verharmlosung – Vorbildfunktion besteht weiter
Der ehemalige Slalom-Spezialist hatte beim Super G von Bormio (29. Dezember) zu den Morddrohungen gegen den Schweizer Stellung bezogen: „Aber gut, er hätte sich ja auch impfen lassen können. Aber mit Morddrohungen ist es natürlich nicht getan. Da muss man schon die Kirche im Dorf lassen“, lauteten seine damaligen Aussagen.

Machte eine schwierige Zeit durch: Urs Kryenbühl. © Urs Kryenbühl/social media

Angesichts der schweren Anschuldigungen sieht sich Neureuther missverstanden. Er habe lediglich darauf hingewiesen, dass er sich impfen hätte lassen könne. Und bei dieser Meinung bleibe er, stellte er in den sozialen Medien klar. Mit den Morddrohungen will er indes überhaupt nichts zu tun haben: „Davon distanziere ich mich ganz klar, damit ist nicht zu spaßen. Die habe ich selbst schon mal bekommen, das ist nicht lustig“, unterstrich er weiter.

Trotzdem wolle er noch einmal darauf hinweisen, dass auch Kryenbühl als Profisportler eine gewisse Verantwortung zukäme. „Wenn du als Sportler heutzutage das Privileg hast, deinem Job nachzugehen, Leute zu treffen, in der Weltgeschichte rumzureisen und so weiter, dann glaube ich, dass es wichtig ist, diese Vorbildfunktion zu nutzen und als Vorbild voranzugehen“, stellte Neureuther fest.

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