
Ski-Superstar Federica Brignone. © ANSA / DANIEL DAL ZENNARO
Nach Olympiasieg: Brignone sorgt für Rätselraten
Federica Brignone ist die Königin von Cortina d’Ampezzo. Am Sonntag gewann die 35-Jährige ihre zweite Goldmedaille binnen weniger Tage. Rätselraten gab es danach aber trotzdem.
15. Februar 2026
Aus Cortina d'Ampezzo

Von:
Thomas Debelyak
Die beiden zweitplatzierten Sara Hector und Thea Louise Stjernesund, die sich vor ihr niederknien. Die Fans, die in einer Tour „Fede, Fede, Fede“ skandieren. Die Teamkolleginnen, die sich regelrecht auf sie stürzen. Ja, Federica Brignone hat am Sonntag im Olympischen Riesentorlauf für die ganz großen Emotionen gesorgt und sich erneut die Goldmedaille geholt. Nach ihrem Triumph im Super-G war es die zweite Goldene binnen weniger Tage. Damit machte sich die 35-Jährige endgültig zur Legende.
„Das war heute wirklich ein Meisterstück“, sagte Brignone anschließend in der Mixed Zone. „Im Super-G hatte ich keine Erwartungen, da bin ich einfach so reingegangen und habe Gold geholt. Natürlich stellt man sich dann für den Riesentorlauf einige Fragen, vor allem, wenn du im ersten Lauf führst. Vor dem zweiten Durchgang war mir etwas bange, doch als ich die Ziellinie überquert habe und den immensen Jubel hörte, war das einfach nur genial!“, so Brignone.
Federica Brignone ist Doppel-Olympiasiegerin. © APA/afp / TIZIANA FABI
Zwei Mal Gold innerhalb von wenigen Tagen – schon alleine das ist eine unglaubliche Leistung. Doch mit Brignones Geschichte wird es noch einmal heroischer. Anfang April zog sie sich bei einem brutalen Sturz einen mehrfachen Schienbeinbruch zu, von dem sie heute sagt: „Meine Verletzung wird nie mehr ganz ausheilen.“ Und dennoch kämpfte sie sich irgendwie zurück, feierte kurz vor Olympia ihr Weltcup-Comeback am Kronplatz – und ist nun zweifache Olympiasiegerin. Gold bei den Winterspielen, das hatte ihr in ihrer Karriere noch gefehlt.
„Bitte fragt mich nicht über meine Zukunft.“ Federica Brignone
Wohl auch deshalb kam in den vergangenen Tagen in Cortina d’Ampezzo immer wieder die Frage auf, wie es mit Brignone weitergeht. Und ob es mit der Skifahrerin Brignone überhaupt weitergeht. „Ich bin heute hier, wie ich es wollte, und ich genieße jeden Tag. In der kommenden Woche werde ich ins JMedical (Reha-Zentrum von Fußballklub Juventus, Anm. d. Red.) fahren und anschließend entscheiden, wie es weitergeht“, so Brignone.
Brignone wurde von ihrem Team gefeiert. © APA/afp / MARCO BERTORELLO
Die Aostanerin fügt an: „Ich habe bis heute durchgehalten, ja! Aber ich habe immer Schmerzmittel genommen. Deshalb ist für mich jetzt klar: Entweder ich kann Skifahren, ohne Schmerzmittel oder sonst was zu nehmen, und sonst…“ Auf Nachfrage betont Brignone: „Bitte fragt mich nicht über meine Zukunft, ich weiß es selbst nicht.“
Party in Casa Italia und Österreich-Haus
Die große Frage lautet also: Macht Brignone weiter oder hört sie am Höhepunkt ihrer Karriere nach dem Doppelgold auf? Dieses Thema wird wohl auch in den nächsten Stunden noch für Spekulationen und Rätselraten sorgen. Nun will Brignone aber erst einmal ihre sagenhaften Triumphe genießen. Nach der Goldmedaille im Super-G feierte sie zuerst in der Casa Italia und dann im Österreich-Haus. Am Sonntag wird sich dieser Party-Marathon wiederholen!Profil bearbeiten
Sie müssen sich anmelden, um die Kommentarfunktion zu nutzen.



Kommentare (0)