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Roland Assinger verlängert nicht als Frauen-Cheftrainer. © APA/EXPA/JOHANN GRODER / EXPA/JOHANN GRODER

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Roland Assinger verlängert nicht als Frauen-Cheftrainer. © APA/EXPA/JOHANN GRODER / EXPA/JOHANN GRODER

Nach Turbulenzen: Ein Ski-Rücktritt beim ÖSV

Der Österreichische Skiverband hat bereits vor dem alpinen Ski-Weltcupfinale in Norwegen die Weichen für die Zukunft gestellt.

Roland Assinger (52) verlängert seinen Vertrag als Cheftrainer bei den Frauen nicht, Marko Pfeifer bleibt den Männern bis 2028 erhalten. Das teilte der ÖSV in einer Aussendung mit. Betreffend der Nachfolge von Assinger werden „in den kommenden Tagen und Wochen“ Gespräche geführt.


Roland Assinger entschied aus eigenen Stücken. „Nach drei intensiven, emotionalen und vor allem erfolgreichen Jahren habe ich nach langen Überlegungen beschlossen, meine Funktion als Cheftrainer mit Saisonende zurückzulegen und das Angebot für einen neuen Zweijahresvertrag nicht anzunehmen“, wird Assinger zitiert.

Er blicke „mit großem Stolz auf das zurück, was wir in dieser Zeit gemeinsam als Team mit allen Athletinnen, Trainern, Physiotherapeutinnen und Servicetechnikern erreicht haben“. Mit der Erfüllung seines Dreijahresvertrags schließe er ein von Höhepunkten geprägtes Kapitel ab. Highlights waren Medaillen bei Olympischen Spielen und Weltmeisterschaften sowie der Gewinn der Abfahrtskugel von Cornelia Hütter 2024 und jener im Riesentorlauf am vergangenen Samstag von Julia Scheib.

Neuer Zweijahresvertrag abgelehnt

„Auch wenn ich meine Tätigkeit als Cheftrainer beende, möchte ich dem Skisport weiterhin meine Erfahrung zur Verfügung stellen. Erste Gespräche über eine mögliche künftige Rolle innerhalb des Verbandes haben bereits stattgefunden“, teilte Assinger mit.

Roland Assinger wurde nach Ende der vergangenen Saison heftig kritisiert. © APA / EXPA/JOHANN GRODER

Roland Assinger wurde nach Ende der vergangenen Saison heftig kritisiert. © APA / EXPA/JOHANN GRODER


Er war von 2008 bis 2020 in verschiedenen Trainerfunktionen beim ÖSV tätig, im April 2023 erfolgte die Bestellung zum Frauen-Cheftrainer. Nach Ende vergangener Saison sah sich Assinger großer Kritik wegen seines Umgangstons ausgesetzt, er wurde nach klärenden Gesprächen und mit Rückhalt durch Verband und Athletinnen im April im Amt bestätigt.

„Roland hat uns seine Entscheidung mitgeteilt, die wir selbstverständlich respektieren. In den kommenden Tagen werden wir Gespräche führen. Wir können uns gut vorstellen, einen Fachmann wie ihn künftig in einer anderen Rolle in unserem Trainerteam einzusetzen“, sagte dazu Christian Mitter, der Sportliche Leiter Ski alpin. Weiter zählen kann er auf Pfeifer, dessen Vertrag bei den Männern um zwei weitere Jahre verlängert wurde.

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