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Der ÖSV sieht sich in seinem Testsystem bestätigt. © APA / EXPA/JOHANN GRODER

Neue Hinweise nach ÖSV-Coronafall

Am Freitagmorgen machte die Meldung eines positiven Corona-Tests eines österreichischen Abfahrers die Runde. Nun sickerten neue Details zur Infizierung durch.

Wie von SportNews berichtet, gibt es im Österreichischen Skiverband (ÖSV) den ersten bestätigten Coronafall. Betroffen ist ein Skifahrer aus der zweiten Abfahrts-Gruppe. Dem Sportler gehe es aber gut. Er musste in Quarantäne, brauche aber keine besondere Behandlung, sagte ÖSV-Sportdirektor Toni Giger am Freitag zu APA. Es wurde geprüft, mit wem dem der Sportler Kontakt hatte.

Der Test entstand wie derzeit üblich noch vor der Abreise des Abfahrers mit Weltcuperfahrung zum ersten Schneekurs in Tirol. „Er hätte selbst nicht gedacht, dass er erkrankt ist. Unser System greift also“, sagte Giger. Gruppenmitglieder, mit denen der betroffene Sportler Kontakt gehabt hatte, würde man vorsichtshalber auch nicht gleich zum Kurs anreisen lassen. Selbst bei einem negativen Test.

Infizierung in Hirschers Ex-Trainingszentrum?
Angesteckt haben könnte sich der Athlet in einer privaten Trainingseinrichtung. Vom Portal oe24.at wurde das Therapie- und Trainingszentrum des ehemaligen Hirscher-Fitmachers Gernot Schweizer genannt. „Ich habe meine Praxis mit sofortiger Wirkung geschlossen. Aus moralischen Gründen. Um mich und meine Mitarbeiter zu schützen. Ich lasse jetzt alle Mitarbeiter testen“, zitierte oe24 Schweizer. Auch das Gesundheitsamt sei eingeschalten worden.
„Unser Testsystem hat sich bewährt“
ÖSV-Sportdirektor Toni Giger
Für Giger ist der Fall ein Beleg für die Effizienz des ÖSV-Sicherheitskonzeptes, unter dem die Sportler seit einigen Wochen auf diversen Gletschern trainieren. „Wir testen jeden Aktiven vor dem ersten Trainingskurs. In diesem Fall hat sich das bewährt. Es waren nahezu keine Symptome da, trotzdem haben unsere zu Hause vorgenommenen Routinetests verhindert, dass ein erkrankter Athlet auf einen Schneekurs fährt und dort Covid-19 streut und es von dort weitergegeben wird. Es hat sich bewährt, dass wir von Anbeginn sehr vorsichtig waren“, sagte Giger.

Personenbezogene Daten würden natürlich nicht weitergeben werden. „Wir werden genau recherchieren, zu wem er Kontakt hatte. Betroffene Teamkollegen dürfen ebenfalls nicht zum Schneetraining anreisen.“ Der ÖSV trainiert derzeit im Kaunertal und in Sölden. Giger: „Wir gehen weiterhin sehr vorsichtig mit der Sache um.“

Autor: apa/fop

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