
Nicol Delago wird von ihrem Team gefeiert. © Pentaphoto
Nicol Delago ist hin und weg: „Den Sieg widme ich…“
Diesen Tag wird Nicol Delago nie mehr vergessen: Die Grödnerin fuhr am Samstag in Tarvis dank eines furiosen Auftritts zu ihrem ersten Weltcupsieg. Danach war die Abfahrerin hin und weg.
17. Januar 2026
Von: det
Vor zwölf Tagen feierte Nicol Delago einen runden Geburtstag. Die Abfahrerin aus Wolkenstein wurde am 5. Jänner 30 Jahre alt. Das schönste Geschenk machte sich die sympathische Grödnerin nun selbst: In Tarvis fuhr Delago sensationell zu ihrem ersten Weltcupsieg. Bereits mit Startnummer 3 zauberte Nicol eine Zeit in den Schnee, an der sich die großen Stars à la Sofia Goggia, Lindsey Vonn & Co. die Zähne ausbissen.
Delago strahlte danach übers ganze Gesicht, und als ihr Premierensieg schließlich feststand, war die Südtirolerin hin und weg. „Das ist unglaublich, ich kann das gar nicht realisieren“, sagte sie im ORF-Interview. Wenig später äußerte sich Delago gegenüber dem italienischen Wintersportverband FISI ausführlich – und blickte da auch auf die schwierigen letzten Jahre zurück, in denen sie oft hinterherfuhr.
Delago fühlte sich auf dem Sessel der Führenden sichtlich wohl. © Pentaphoto
„Es war nicht immer leicht in den letzten Jahren, deshalb hat dieser Sieg heute einen immensen Wert für mich“, so Delago, die ergänzte: „Ich möchte diesen Sieg meinen Eltern (Norbert und Carmen, Anm. d. Red.) widmen. Sie sind uns immer nahegestanden, und wir haben ihnen unendlich viel zu verdanken – sowohl ich als auch Nadia (Nicols Schwester, Anm. d. Red.).“
„Franzoni war ein Anreiz für mich.“ Nicol Delago
Wie Delago erklärte, sei sie am Freitag von einem besonderen Ergebnis beflügelt worden. „Ich habe mir am Abend noch mal die Videos von Giovanni Franzoni angeschaut, der in Wengen seinen ersten Sieg gefeiert hat. Das war für mich ein zusätzlicher Anreiz. Es fühlt sich surreal an, hier gewonnen zu haben.“
Geschwisterliebe: Nicol (links) und Nadia Delago. © Pentaphoto
Dass sie im Alter von 30 Jahren und nach zuvor fünf Podestplätzen nun ihren ersten Sieg feiert, ist für Delago eine besondere Genugtuung. „Jeder wächst in seinem eigenen Tempo, reift und durchläuft unterschiedliche Prozesse: Mit der Zeit lernt man, sich selbst zu erkennen, zu schätzen und dankbar zu sein für das, was man ist, und für die Chancen, die man hat“, so die Grödnerin, die sich auch für ihre Schwester Nadia freute, die mit Rang 10 ein bärenstarkes Ergebnis einheimste. „Wir spornen uns gegenseitig an, sowohl an guten als auch an weniger guten Tagen“, meint die frischgebackene Weltcupsiegerin.
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