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Mathieu Bailet ist schwer verletzt – und verpasst die Heim-WM.

Niederschmetternde Diagnosen für zwei Ski-Franzosen

Die Ski-Saison steuert ungebremst auf den Höhepunkt der Saison zu, nämlich auf die Weltmeisterschaft in Courchevel und Meribel. Doch ausgerechnet jetzt gibt es für das Heim-Team aus Frankreich gleich zwei niederschmetternde Nachrichten.

Eine Weltmeisterschaft im eigenen Land zu bestreiten, das ist der Traum eines jeden Sportlers. Die Atmosphäre, die Kulisse, das Prestige, das es bei einem solchen Event gibt, ist nicht mit einem normalen Weltcuprennen vergleichbar. Wenn man sich dann jedoch ausgerechnet einen Monat vor Beginn des Events so schwer verletzt, dass eine Teilnahme unmöglich ist, dann grenzt das an einen Albtraum.


Genau das ist den französischen Parade-Athleten Victor Muffat-Jeandet und Matthieu Bailet passiert. Die beiden Ski-Asse haben sich in den vergangenen Tagen verletzt und müssen sich nun Operationen unterziehen. Für beide ist die Saison beendet.

Kreuzbandriss bei Bailet

Bailet, der zu den aufstrebenden Athleten im französischen Speed-Team zählt und im Vorjahr sein erstes Podest feierte, kam in Bormio brutal zu Sturz und musste mit dem Helikopter abtransportiert werden. Jetzt bekam er die endgültige Diagnose. „Das Urteil ist da, und es ist unwiderrufbar. Ich habe mir im linken Knie das Kreuzband gerissen“, schrieb der 26-Jährige auf Social Media.

Matthieu Bailet zählt zu den aufstrebenden Skifahrern in Frankreichs Team. © GETTY IMAGES NORTH AMERICA / SEAN M. HAFFEY


„Ich verheimliche nicht, dass der Rückschlag sehr schwer zu verkraften ist, besonders in dieser Saison mit der Weltmeisterschaft in Frankreich. Das ist die größte Verletzung meiner Karriere“, meint Bailet, bei dem der Stachel tief sitzt: „Ich muss das jetzt verdauen und habe keine Wahl, es ist das Gesetz des Spitzensports, man kennt die Regeln. Das Schwerste beginnt jetzt und ich werde mich wie immer stellen.“

Muffat-Jeandet hat es schon akzeptiert

Auch für Victor Muffat-Jeandet ist die Saison zu Ende. Der Routinier war in Adelboden schwer gestürzt und hatte sich danach mit einem gruseligen Bild aus dem Krankenbett gemeldet. Nun ist auch seine endgültige Diagnose da: Das Kreuzband und Schienbein sind „wie durch ein Wunder“ heil geblieben, schrieb Muffat-Jeandet. Doch eine Operation benötigt es trotzdem, um eine Verletzung am Meniskus und am Außenband zu beseitigen.

So sah Muffat-Jeandet nach seinem Sturz aus.


„Ich habe mir Schlimmeres erwartet“, so der 11-malige Podestfahrer. Trotzdem ist seine Saison nun frühzeitig zu Ende und der WM-Traum geplatzt. „Ich weiß nicht, warum mir das Schicksal diesen Test geschickt hat, doch ich habe es bereits akzeptiert“, so der Technik-Spezialist kämpferisch.

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