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Auf der Planai wird an zwei aufeinanderfolgenden Abenden gefahren. © APA / ERWIN SCHERIAU

Nightrace mal Zwei: Riesentorlauf-Premiere in Schladming

Auf der Planai findet unerhofft ein Weltcup-Riesentorlauf unter Flutlicht für die Alpinen statt. Es ist das erste Mal überhaupt.

Wie der Ski-Weltverband FIS und der ÖSV am Donnerstag bekanntgaben, übernimmt Schladming den Riesentorlauf von Garmisch-Partenkirchen. Die dortigen Weltcup-Rennen (geplant für 28. und 29. Jänner) waren Anfang der Woche wegen der Schneelage und der ungünstigen Wetterprognosen abgesagt worden. Am Dienstag, 24. Jänner, veranstaltet Schladming das Slalom-Nightrace.


In Garmisch wäre auch noch eine Abfahrt für die Männer angesetzt gewesen. Ob und wo diese stattfindet, steht noch nicht fest. Neben Logistik- und Wetterbedenken geht es dabei auch um medienrechtliche Erwägungen.

„Es ist ein traumhaft schöner Riesentorlauf-Hang.“ TV-Experte Hans Knauß

In seiner bisherigen Geschichte stand das Nightrace, das in diesem Jahr zum 26. Mal ausgetragen wird, immer alleine. Nicht nur gibt es heuer zwei Rennen, das zweite ist noch dazu kein Slalom. Die Startzeiten der beiden Durchgänge sind jeweils 17.45 und 20.45 Uhr. „Es ist ein traumhaft schöner Riesentorlauf-Hang“, sagte Ex-Athlet Hans Knauß, ein waschechter Schladminger.

Die Flutlichtanlage für den oberen Streckenabschnitt wird laut ÖSV-Angaben von der EBU, der Union der europäischen Rundfunkanstalten, zur Verfügung gestellt. Diese habe einst eine transportable Anlage für die Weltcup-Bewerbe im Skispringen in Rasnov angeschafft, erklärte ein ÖSV-Sprecher.

Planänderungen ohne Ende

Das Wetter hat in der laufenden Weltcup-Saison schon für zahlreiche Absagen und Verschiebungen gesorgt. Der in Sölden geplante Riesentorlauf der Frauen wurde kurz vor dem Jahreswechsel in Semmering nachgeholt, die Männer bestritten in Lake Louise nur einen der zwei vorgesehenen Super-G. Die Abfahrten in Zermatt/Cervinia konnten wie die Parallelrennen in Lech/Zürs nicht durchgeführt werden.
Eine Abfahrt von Beaver Creek wurde nach Gröden verlegt, dort konnte allerdings der Super-G nicht durchgeführt werden. Auch der zweite Frauen-Slalom in Zagreb wurde abgesagt, er soll Ende Jänner in Spindleruv Mlyn nachgetragen werden.

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