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Telenor statt Red Bull: Svindal mit Verbandssponsor © Aksel Lund Svindal/facebook

Norwegischer Skiverband stutzt Svindal die Flügel

Die Norweger bereiten sich derzeit auf dem Stilfserjoch auf die neue Skisaison vor. Superstar Aksel Lund Svindal hat dabei erstmals seinen neuen Helm vorgeführt.

Svindal veröffentlichte in den sozialen Netzwerken ein ganz gewöhnliches Foto, allerdings gibt es einen bemerkenswerten Unterschied zu den vergangenen Jahren. Sein neuer Helm erinnert eher an den „neutralen“ Olympia-Helm, als an seinen exklusiven Helm in den Farben von Red Bull. Der Grund: Der Skiverband hat seinen Sponsoring-Vertrag mit dem Kommunikationsgiganten „Telenor“ bis 2022 verlängert, und dieser Vertrag sieht u.a. vor, dass die Skifahrer keinen eigenen Kopfsponsor am Helm tragen dürfen. Aksel Lund Svindal sieht das ganze sportlich: „Ich bin weiterhin stolzes Mitglied der Red-Bull-Familie, und natürlich auch stolzes Mitglieder der #attackingvikings“.

Gänzlich neu ist das Thema Red Bull/Telenor freilich nicht: Vor zwei Jahren hatte Slalom-Ass Henrik Kristoffersen einen Vertrag mit Red Bull in der Tasche, der Jungspund wollte nach dem Vorbild seines Teamkollegen Svindal eben auch einen Helm im Dosen-Design. Trotz eines Boykotts beim Slalom in Levi 2016 und eines Termins bei Gericht musste Kristoffersen am Ende klein beigeben. Der kleine, aber feine Unterschied zu Svindal: Dieser hatte seinen Vertrag mit dem Getränkehersteller aus Salzburg vor dem Exklusiv-Vertrag von Telenor mit dem norwegischen Skiverband unterschrieben, daher war die Sache wasserdicht. Nun hätte Aksel Lund Svindal seinen persönlichen Vertrag mit den Bullen verlängern müssen, was jedoch wegen des Deals zwischen Skiverband und „Telenor“ nicht mehr möglich war.

Damit sind der Ultner Dominik Paris, der Kanadier Erik Guay und Lindsey Vonn (USA) die einzigen drei Skifahrer im Weltcup mit einem Helm in den Farben von Red Bull.

Autor: zor

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