L Ski Alpin

Johannes Strolz ist der neue Kombi-Olympiasieger. © APA/afp / DIMITAR DILKOFF

Nur 17 Athleten in der Wertung: Strolz gewinnt das Kombi-Trauerspiel

Die alpine Kombination, eigentlich eine der traditionellsten Disziplinen im Skisport, findet heutzutage kaum noch Anklang. Das wurde auch am Donnerstag bei den Olympischen Spielen in China deutlich, als es nur 17 (!) Athleten in die Wertung schafften. Medaillen wurden freilich dennoch vergeben.

Nur 27 Athleten waren in der Kombi-Abfahrt am Start, im Slalom waren es noch 24 – darunter Athleten aus Monaco, Irland, Albanien oder Gastgeberland China. Einige der sogenannten Ski-Exoten konnten auch starke Ergebnisse einfahren, wie der Israeli Barnabas Szollos (6.). Alles in allem ist die Kombination aber eine Disziplin geworden, die von den meisten Stars gemieden wird.


Ein paar wenige, wie Aleksander Aamodt Kilde oder Alexis Pinturault, waren dennoch am Start. Während der Franzose im Slalom ausschied, holte der norwegische Allrounder die Silbermedaille. Ganz oben stand der Vorarlberger Johannes Strolz, der eine erstaunlich gute Abfahrt (4.) zeigte und sich jetzt Olympiasieger nennen darf. Übrigens: Sein Vater holte 1988 in Calgary ebenfalls Olympiagold in der Kombination. James Crawford aus Kanada wurde Dritter.

Starker Auftritt: Der Israeli Barnabas Szollos wurde Sechster. Sein bestes Europacup-Resultat ist ein 42. Platz bei der Kombination im Sarntal (2018). © APA/afp / DIMITAR DILKOFF

Mit der Medaillenvergabe nichts zu tun hatte Christof Innerhofer. Nach der Abfahrt lag der Gaiser auf dem 7. Platz, im Slalom verlor Innerhofer aber über vier Sekunden auf Strolz. Am Ende wurde es für den einzigen Azzurro im Teilnehmerfeld der 10. Platz. Mit einer Enttäuschung endete die Kombi auch für Marco Schwarz, der die gute Ausgangslage nach der Abfahrt (5.) nicht in Zählbares ummünzen konnte und Fünfter wurde.

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Kommentare (2)

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Hermann Zanier [melden]

Die Misere beginnt bei den Verbänden: warum schickt Italien nur einen Teilnehmer zur Kombination, noch dazu ohne jegliche Vorbereitung? Innerhofer hat keinen Slalom rennmäßig bestritten, Strolz ist einige Abfahrten gefahren, Pinturault fährt das ganze Jahr Abfahrt oder Super-G. Zu Szollos: entweder hat man sich verstoppt oder Herr Szollos fährt ausgezeichnet Slalom und auch Abfahrt. Man sieht dass er gut Schi fährt, das war aber eine Spitzenleistung!

10.02.2022 09:58

Hermann Zanier [melden]

Die Misere beginnt bei den Verbänden: warum schickt Italien nur einen Teilnehmer zur Kombination, noch dazu ohne jegliche Vorbereitung? Innerhofer hat keinen Slalom rennmäßig bestritten, Strolz ist einige Abfahrten gefahren, Pinturault fährt das ganze Jahr Abfahrt oder Super-G. Zu Szollos: entweder hat man sich verstoppt oder Herr Szollos fährt ausgezeichnet Slalom und auch Abfahrt. Man sieht dass er gut Schi fährt, das war aber eine Spitzenleistung!

10.02.2022 09:57

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