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Die ÖSV-Skirennläuferin Cornelia Hütter, Damen-Rennsportleiter Christian Mitter , der Abfahrtschef Florian Scheiber und die ÖSV-Damen Nicole Schmidhofer, Stephanie Venier und Ramona Siebenhofer während eines Medientermins am Mittwoch, 17. Juni 2020, in Bad Waltersdorf. © APA / JOHANN GÖDEL

ÖSV-Damen rüsten für Saison mit vielen Unbekannten

Österreichs Damen wollen nach einer wegen Corona vorzeitig abgebrochenen Weltcup-Saison mit Zuversicht in den nächsten Winter gehen. Dieser ist aber nach dem Rücktritt von Anna Veith sowie anhaltender Corona-Planungsprobleme eine Unbekannte.

Die im Februar geplante Cortina-WM ein Jahr später an die Peking-Winterspiele 2022 anzuhängen, findet bei Nicole Schmidhofer und Co. wenig Anklang. „Für mich ist unvorstellbar, dass so ein Plan aus Skifahrersicht unterstützt wird“, brachte die Super-G-Weltmeisterin von 2017 am Mittwoch ihre Abneigung gegen diesen Plan deutlich zum Ausdruck. „Da sprechen Leute, die keine Ahnung von körperlichen und mentalen Belastungen haben“, erteilte die Steirerin den Überlegungen eine klare Abfuhr.


In die neue Saison geht „Schmidi“ mit einem neuen Abfahrtschef, der kaum älter ist als sie selbst. Der seit kurzem 33-jährige Ex-Rennläufer Florian Scheiber folgte auf Roland Assinger. Nicht nur für Schmidhofer eine gute Wahl. „Wir kennen uns seit der Junioren-WM 2007, hatten am selben Tag eine Kreuzband-Operation. Er weiß genau, was wir brauchen“, begrüßte Schmidhofer das Engagement des bisherigen Co-Trainers. „Mit einem Ex-Athleten kann man immer gut sprechen.“

Der ÖSV hat den langjährigen Anna-Veith-Vertrauenstrainer Meinhard Tatschl als Coach für eine „Zurück auf Schnee-Gruppe“ installiert. Helfen soll das aktuell Langzeitverletzten wie Cornelia Hütter oder Stephanie Brunner. „Es war, wie wenn ein Meteorit auf dich fällt. Ich war anfangs wie in einem luftleeren Raum“, beschrieb Hütter ihre Gefühle nach dem beim Comeback-Training erlittenen, neuerlichen Kreuzbandriss im linken Knie. Die Steirerin arbeitet ihr Comeback in Sechswochen-Schritten ab. „Wenn der Schnee dann von den Bergen runterschaut, möchte ich auch wieder fahren.“

Auch Brunner hat schwere Zeiten hinter sich. „Es war meine längste Zeit ohne Schnee“, berichtete die mehrfach operierte Riesentorlauf-Spezialistin aus Tirol. Obwohl sie lange nicht fahren konnte, hat Brunner nach über 14 Jahren bei Head einen Skiwechsel zu Atomic vorgenommen und damit „neue Reize“ geschaffen. „Ich bin punkto Abstimmung keine so heikle Skifahrerin.“

Autor: apa

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