L Ski Alpin

Im Lager der Athleten kursiert kurz vor Olympia die Angst. © ANSA / JEAN-CHRISTOPHE BOTT

ÖSV-Star wird „alles etwas zu viel“

Normalerweise gilt im Alpinen Skiweltcup der Kampf gegen die Zeit als oberste Priorität. Doch seit Beginn der Pandemie lauert ein weiterer Gegner auf die Athleten. Besonders im Vorfeld der Olympischen Spielen sorgt die Situation für eine große Belastung. Das macht vor allem den Athleten zu schaffen.

Blickt man allein bei den Speed-Herren auf das Programm der anstehenden Tage und Wochen, gleicht die Herausforderung einem Marathon. Drei Rennen im kräftezehrenden Wengen, zwei Abfahrten auf der berüchtigten Streif. Und als ob der Kampf mit den Pisten und das Wetteifern mit der Konkurrenz noch nicht für genügend Auslastung sorgen würden, beschäftigt die Athleten zurzeit auch ein völlig anderes Thema – Corona.


Angesichts der Möglichkeit einer Infektion mit dem Virus, sieht Markus Waldner auch eine Gefahr für die im Februar anstehenden Olympischen Spiele in Peking. „Es wäre der absolute Super-GAU, wenn Leute wie Kriechmayr, Feuz oder Kilde wegen Corona bei Olympia zuschauen müssten“, fand der FIS-Boss gegenüber der Krone klare Worte.

Auch Athleten fürchten sich
Natürlich ist dieser Umstand auch bei den Athleten Gesprächsthema. So wird zum Beispiel für ÖSV-Abfahrer Max Franz die gesamte momentane Situation immer schwieriger zu handhaben. „Man versucht, das alles so gut wie möglich aus dem Kopf zu bringen“, erklärte Franz. „Aber ganz ehrlich: Es belastet schon. Das alles ist derzeit ein bisschen zu viel.“

In Wengen herrscht abermals ein hohes Risiko. © ANSA / JEAN-CHRISTOPHE BOTT

Vincent Kriechmayr muss dieses Angst-Szenario zurzeit am eigenen Leib erfahren. Der Doppelweltmeister wurde nämlich am Dienstag positiv auf Corona getestet. Ob der Österreicher an den kommenden Rennen teilnehmen kann, bleibt abzuwarten.

Angesichts der Bilder, die wir im mit Zuschauern ausgefüllten Adelboden zu sehen bekommen haben, besteht auch in Wengen ein hohes Ansteckungsrisiko. Kurz vor Olympia kann es also jeden treffen. Ein Glücksspiel, dessen psychische Ausmaße nicht zu unterschätzen sind.

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