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In Alta Badia wird auch im kommenden Winter ein Parallel-Rennen stattfinden. © ANSA / ANDREA SOLERO

Parallel-Modus wird verändert, Südtirol Schauplatz von 5 Rennen

Das Alpin-Komitee des Internationalen Ski-Verbandes (FIS) hat bei einer Online-Konferenz eine Modus-Anpassung für die Parallelrennen beschlossen.

Vorausgesetzt, der Antrag wird auch vom Council abgesegnet, gibt es künftig keine Duelle mit nur einem Lauf mehr. Damit sich das Format nicht in die Länge zieht, qualifizieren sich nur noch 16 statt 32 Fahrer für die K.o.-Läufe.

Hintergrund der Anpassung ist die Erkenntnis, dass sich Abweichungen zwischen den Kursen aufgrund der Topografie nicht vermeiden lassen, auch wenn die Tore identisch ausgesteckt sind. Beim Parallel-Riesenslalom der Damen in Sestriere, wo ab den Achtelfinals nur ein Lauf stattfand, setzten sich in 17 von 20 Fällen die Athletinnen auf dem augenscheinlich schnelleren blauen Kurs durch. Mit der französischen Siegerin Clara Direz und der Österreicherin Elisa Mörzinger erreichten zwei krasse Außenseiterinnen das Finale.

An ihrem ursprünglichen Kalender für die kommende Saison will die FIS trotz der noch unklaren Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie festhalten. So stehen bei den Herren im kommenden Winter gleich 4 Parallel-Rennen auf dem Programm. Um eine Strategie für die möglicherweise länger anhaltenden Reise- und Zuschauer-Einschränkungen zu entwickeln und faire Bedingungen für alle Athleten zu gewährleisten, richtete man eine Taskforce ein.

Termin für Saslong-Klassiker bestätigt
Dabei wurde auch der Termin für die beiden Speedrennen in Gröden bestätigt. Am Freitag, 18. Dezember findet am Fuße des Langkofels der Super-G, am Samstag, 19. Dezember die klassische Abfahrt statt.

Christof Innerhofer war in der letzten Saison in Gröden als Vorläufer unterwegs. © APA/afp / ALBERTO PIZZOLI

Damit wird die legendäre Saslong-Piste in Gröden zum bereits 53. Mal Schauplatz von Alpinen Skiweltcuprennen der Männer sein. Bevor es am letzten Wochenende vor Weihnachten in Gröden um Weltcuppunkte geht, werden die internationalen Ski-Asse am Mittwoch, 16. und Donnerstag, 17. Dezember auch jeweils einen Trainingslauf absolvieren.

„Es ist jedes Jahr eine große Genugtuung, wenn die Termine von den Verantwortlichen der FIS wie erwartet bestätigt werden. Zudem freut es uns, dass wir auch in den kommenden Jahren bis zum Ende der Saison 2022/23 im Weltcupkalender des internationalen Skiverbandes aufscheinen. Das gibt uns, unseren Mitarbeitern, sowie unseren Partnern Sicherheit, was die mittelfristige Planung angeht“, erklärt Rainer Senoner, Präsident des ausrichtenden Saslong Classic Club.

Aufgrund der aktuellen, weltweiten Corona-Krise werden die Weltcupveranstalter in der bevorstehenden Saison jedoch äußerst flexibel sein müssen – auch in Gröden. „Wie bereits in einigen Interviews angedeutet, planen wir heuer mit verschiedenen Szenarien. Im Optimalfall können wir die Rennen wie gewohnt durchziehen. Wir werden aber auch vorbereitet sein, sofern die Zuschauerzahlen beschränkt werden, oder wir die Rennen vor gar keinem Publikum austragen müssen“, so Senoner weiter.
Auch Alta Badia und Kronplatz im Rennkalender
Neben Gröden ist auch Alta Badia bis zur Saison 2022/23 fester Bestandteil des FIS Weltcup-Kalenders. Die Rennen für die Techniker auf der Gran Risa werden wie gewohnt im Anschluss an das Grödner Speed-Spektakel stattfinden. In Alta Badia werden die Herren auch im nächsten Winter einen Riesentorlauf (20. Dezember) und ein Parallel-Rennen (21. Dezember) absolvieren. Dritter Südtiroler Veranstalter im Bunde ist der Kronplatz, der nach einem Jahr Pause in der Saison 2020/21 wieder einen Riesentorlauf der Damen (26. Jänner) organisieren wird.

Autor: dl/pm

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