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Ist eben so: Genau so lässt sich die Geste von Dominik Paris nach dem Rennabbruch deuten. © APA / HELMUT FOHRINGER

Paris: „Das ist ein Wetter, um auf dem Diwan zu bleiben“

Dominik Paris befand sich am Freitag auf dem besten Weg, um sich seinen 20. Weltcupsieg zu krallen. Doch dann wurde die Abfahrt in Saalbach-Hinterglemm wegen des miesen Wetters nach neun Läufern abgebrochen. Der Ultner nahm es mit Humor.

„Das ist ein Wetter, um auf dem Diwan zu bleiben“, sagte der 31-Jährige mit einem Schmunzeln im ORF-Interview. Auch ansonsten trauerte er der ausgezeichneten Platzierung nicht nach. „Das Rennen abzubrechen, war im Sinne der Fairness die richtige Entscheidung.“ Dieser Meinung waren übrigens auch Vincent Kriechmayr und Matthias Mayer, die beim Abbruch die Plätze zwei und drei belegten.


In Saalbach-Hinterglemm waren am Freitag neun Läufer über die Piste gerast, ehe das schon zuvor schlechte Wetter endgültig die Oberhand gewann. Nebel und Schneefall verhinderten den Auftritt weiterer Ski-Asse, darunter auch jenen von Christof Innerhofer. Zunächst wurde die Abfahrt unterbrochen, ehe die FIS nach rund einer Stunde entschied: Das Rennen wird abgebrochen – und somit auch nicht gewertet, denn dafür hätten mindestens 30 Läufer starten müssen.

„Am Anfang war es ein bisschen Rambazamba.“
Dominik Paris
Auch bei Dominik Paris, der mit der Nummer drei ins Rennen gegangen war, waren die Verhältnisse nicht ideal. „Eine Minute vor dem Start habe ich aus der Starthütte geschaut und vor lauter Nebel das zweite Tor nicht gesehen. 'Das gibt es ja nicht', dachte ich mir. Am Anfang war also ein bisschen Rambazamba, aber es ging dann schon“, so der Ultner.

Dominik Paris (links) unterhält sich mit Beat Feuz. © APA / HELMUT FOHRINGER

Der Schnee auf der Strecke war teilweise feucht, weshalb es schwer war, in die Gänge zu kommen. Das quittierte Paris mit einem für ihn typischen Spruch: „Bei der Mittelstation reist es dich fast aus den Skiern, weil es so herbremst. Aber ab da bin ich gut in Schwung gekommen und habe probiert, eine enge Linie zu fahren. Das hat sich ausgezahlt.“
Nächste Chance am Samstag
Im Ziel lag er also hauchdünn vor Weltmeister Vincent Kriechmayr. Danach bissen sich mit Beat Feuz und Matthias Mayer auch die beiden bisher besten Abfahrer in dieser Saison die Zähne aus. Die Wahrscheinlichkeit, dass es für einen Sieg gereicht hätte, war für Paris also hoch. Daran wollte der 31-Jährige aber nicht denken. „Mir ist es noch nie passiert, dass ein Rennen abgebrochen wurde, als ich gerade in Führung lag. Aber sei es drum: Für mich war es ein gutes Training für das morgige Rennen.“

Am Samstag steht noch eine Abfahrt auf dem Programm (11 Uhr), das Wetter soll dabei deutlich besser sein. Angesprochen auf die Abfahrtskugel entgegnete Paris: „Groß sind die Chancen nicht mehr. Die andere beiden (Feuz und Mayer, Anm. d. Red.) haben einen zu großen Vorsprung.“ Zurzeit hat Paris 118 Punkte Rückstand auf den Führenden Feuz. Pro Sieg erhält man 100 Zähler, insgesamt stehen noch zwei Abfahrten an – außer, das heute abgebrochene Rennen wird doch noch nachgeholt. Dann wären es drei.

Autor: det

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