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Dominik Paris strahlte mit der norwegischen Sonne um die Wette. © ANSA / JEAN-CHRISTOPHE BOTT

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Dominik Paris strahlte mit der norwegischen Sonne um die Wette. © ANSA / JEAN-CHRISTOPHE BOTT

Paris nach Kvitfjell: „Werde ein bisschen feiern müssen“

Zwei Rennen, zwei Siege. So sieht die Bilanz von Dominik Paris im norwegischen Kvitfjell aus. Die beiden letzten Rennen der Saison haben dem Ultner viel Freude bereitet, die er auch im Interview zeigte.

Mit seinem achten Sieg in Kvitfjell hat Dominik Paris einmal mehr seine besondere Beziehung zur norwegischen Strecke unter Beweis gestellt. Der Erfolg im Super-G war für den Südtiroler aber nicht nur ein weiterer prestigeträchtiger Triumph, sondern auch ein historischer: Dank des Doppelpacks von Kvitfjell hält Italien im alpinen Ski-Weltcup der Männer nun bei 199 Siegen.


Für Paris selbst war es der 26. Weltcupsieg seiner Karriere. Damit festigte der Ultner seinen Platz als zweit-erfolgreichster italienischer Skirennläufer der Geschichte hinter Alberto Tomba.

Doppelsieg nicht erwartet

„Es ist auch für mich eine Überraschung“, sagte Paris. „Ich wusste, dass ich gut fahren könnte, aber mit einem weiteren Sieg habe ich nicht gerechnet.“ Vor allem die Bedingungen machten ihm zu schaffen. Der Schnee habe sich „sehr seltsam“ angefühlt, erklärte Paris, der auf der weichen Piste dennoch den entscheidenden Speed fand. „Ich habe versucht, die Geschwindigkeit mitzunehmen. Als ich im Ziel das grüne Licht gesehen habe, musste ich zweimal hinschauen, weil ich es nicht glauben konnte.“

Auch „Domme“ musste zweimal hinschauen. © ANSA / JEAN-CHRISTOPHE BOTT

Auch „Domme“ musste zweimal hinschauen. © ANSA / JEAN-CHRISTOPHE BOTT


Mit seinem achten Erfolg auf dieser Strecke zog Paris auch an Kjetil Jansrud vorbei, der in Kvitfjell siebenmal gewonnen hatte. „Heute habe ich Jansrud bei der Zahl der Siege auf dieser Piste überholt“, sagte Paris mit einem Schmunzeln. „Ein bisschen tut es mir leid für ihn, weil er sich nicht wehren kann. Vielleicht denkt er ja darüber nach, wieder zurückzukommen.“

Ab in den Sommer

Zum Abschluss des Speed-Winters zog Paris ein positives Fazit. Vor allem in der Abfahrt sei es eine „relativ konstante Saison“ gewesen, auch insgesamt könne er zufrieden sein. „Man will immer mehr, aber man muss auch einmal zufrieden sein“, betonte der 36-Jährige. Lob gab es auch für das italienische Team, das sich in diesem Winter insgesamt stark präsentiert habe. Besonders hob Paris Giovanni Franzoni hervor, dem er in Zukunft Siege und Podestplätze zutraut.
„Man will immer mehr, aber man muss auch einmal zufrieden sein.“ Dominik Paris

Dass mit dem Rennen in Kvitfjell nun der Speed-Winter endet, kommt Paris durchaus gelegen. „Jetzt wird es warm, die Lust aufs Skifahren ist nicht mehr so groß. So aufzuhören ist deshalb super“, sagte er. „Und vor allem, wenn man mit so einem Wochenende abschließen kann, dann geht es einem gut.“ Ganz am Ende kündigte der Südtiroler mit einem Lachen an: „Jetzt werde ich ein bisschen feiern müssen.“

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