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Ski-Ass erlebt schwierige Zeit. © Social Media

„Persönlicher Albtraum“: Dieses Schicksal bewegt die Ski-Welt

Am Samstag ist es soweit: Dann beginnt die neue Weltcupsaison mit dem Auftakt in Sölden. Davon kann eine 21-jährige Skifahrerin nur träumen. Sie durchlebt nämlich eine schwierige Zeit.

Der Name Sophia Arzberger wird wohl nur den wenigsten Ski-Insidern ein Begriff sein. Wie auch? Die deutsche Technikspezialistin ist gerade einmal 21 Jahre alt – und war in ihrer Karriere bislang fast ausschließlich verletzt. Nun sorgt die Skifahrerin aus Oberbayern mit einem verzweifelten Aufruf für ordentlich Aufsehen. Denn: Sie will mit allen Mitteln ihre Karriere retten.


Die Geschichte von Arzberger beginnt in Bruckmühl, einem 15.000-Einwohner-Ort im Landkreis Rosenheim. Direkt an den Alpen sei sie aufgewachsen, erklärt Arzberger, und deshalb versuchte sie sich schon früh auf Skiern. Aus ihrer großen Leidenschaft wurde bald ein großes Ziel: Sie wollte Profi-Athletin werden. Obwohl die heute 21-Jährige vorwiegend auf sich alleine gestellt war (vom Verband gab es kaum Unterstützung), wollte sie sich nach oben kämpfen. Doch dann begann der Alptraum.

Aus Bänderriss wird unendliche Geschichte

Während einer Konditionstrainingseinheit im September 2020 kam Arzberger unglücklich auf – Bänderriss im Knöchel. Eine Verletzung, die eigentlich nach sechs Wochen ausgeheilt sein müsste. Doch bei der jungen Deutschen zog sich das in die Länge. Denn die Schmerzen waren auch nach acht Monaten nicht weg. „Ich musste mich am Sprunggelenk operieren lassen“, so Arzberger. Die Situation wurde dadurch jedoch nicht besser, im Gegenteil.

Ski-Ass Sophia Arzberger.


„Ich hatte dauerhafte Schmerzen im Sprunggelenk und konnte nicht mal mehr einfache Alltagssituationen, wie einen kleinen Spaziergang, meistern“, erzählt die Technik-Spezialistin. Es folgte eine weitere Operation und eine weitere schmerzhafte Reha – „doch acht Monate danach konnte ich immer noch nicht schmerzfrei gehen. Ich war gefangen in meinem persönlichen Albtraum“, so die emotionalen Worte von Sophia Arzberger.
„Ihr seid meine letzte Chance.“ Sophia Arzberger

Was also nun? „Unterschiedliche konservative Therapien schlugen nicht an, und so musste ich mich im August 2022 ein drittes Mal unters Messer legen.“ Ein riesiges Pech, das dieser motivierten Athletin widerfahren ist. Doch sie sieht Licht am Ende des Tunnels. „Heute, vier Wochen nach meiner dritten und letzten Sprunggelenksoperation, bin ich motivierter als je zuvor“, gibt sich Arzberger kämpferisch. Ihr nächstes Ziel: Den Sprung in den Europacup schaffen. Und von da an soll es weiter nach oben gehen, am besten bis ganz nach oben: „Mein großes Ziel ist es, den Gesamtweltcup zu gewinnen!“

Eine Saison kostet 45.000 Euro

Um das zu erreichen, benötigt Sophia Arzberger finanzielle Mittel, die sie sich unter anderem mithilfe einer Crowdfunding-Aktion holen möchte. Eine Skisaison, so rechnet die Bayerin vor, kostet ihr 45.000 Euro. Deshalb richtete sie nun einen emotionalen Aufruf an die Fans und an die Ski-Welt: „Ihr seid meine letzte Chance, meinen großen Traum zu verwirklichen.“ Emotionale Worte einer großen Kämpferin!

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