L Ski Alpin

Das Lächeln des Triumphs ist zurück: Dominik Paris freut sich über Rang 3 in Kitzbühel. © APA / HELMUT FOHRINGER

Podium bei Chaosrennen in Kitzbühel! Paris ist endgültig zurück

Fast genau ein Jahr nach einer schweren Knieverletzung, ist Dominik Paris wieder (fast) der Alte. Der Ultner Abfahrtskoloss hat am Freitag bei der ersten Abfahrt in Kitzbühel seinen ersten Podestplatz der Saison erklommen. Überschattet wurde das Rennen von schweren Stürzen und vielen Unterbrechungen.

Eine brutale Strecke, zahlreiche Unterbrechungen, schwere Stürze und großartige Leistungen der besten Skifahrer der Welt. Der Rennauftakt am Hahnenkamm hatte es – trotz dem Fehlen von Stars, Sternchen und tausenden Zuschauern – in sich. Aus Südtiroler Sicht gibt es trotz allem Grund zur Freude, denn Dominik Paris hat als Dritter das erste Speedpodest der Saison erklommen.


Ausgerechnet in Kitzbühel steht der 31-jährige Ultner, zum ersten Mal seit seinem Kreuzbandriss, auf dem Stockerl. Vor einem Jahr hat sich Paris im Vorfeld der Hahnenkamm-Rennen, beim Training im nahegelegenen Kirchberg, verletzt. Jetzt ist der Südtiroler endgültig zurück, wie er mit Platz 3 in der ersten von zwei Abfahrten bewiesen hat. Christof Innerhofer, der nach überstandener Corona-Infektion noch nicht ganz fit scheint, verlor hingegen viel Zeit (+3,04). Die nächste Chance haben „Domme“ und „Inner“ bereits am Samstag (11.30 Uhr), wenn die traditionelle Hahnenkamm-Abfahrt über die Bühne geht.

Beat Feuz krallt sich seine erste goldene Gams
Den Sieg beim Ersatzrennen für den Wengen-Klassiker schnappte sich ein Schweizer. Beat Feuz zeigte eine sensationelle Fahrt und war in der Folge nicht mehr zu biegen. Für den Wahl-Nordtiroler ist es der erste Sieg auf der Streif, nachdem er bereits viermal Zweiter war. Eine goldene Gams hat dem 33-Jährigen in seinem prall gefüllten Trophäenschrank bisher gefehlt. Platz 2 geht an den Vorjahressieger. Matthias Mayer kam Feuz am nächsten (+0,16 Sekunden), konnte den „Kugelblitz“ aber nicht abfangen. Für den Kärntner ist es der siebte Podestplatz in Kitzbühel.

Beat Feuz hat sich seine erste goldene Gams auf der Streif geholt. © APA/afp / JOE KLAMAR

Überschattet wurde die Abfahrt von schweren Stürzen. Nachdem es zunächst Bormio-Sieger Ryan Cochran-Siegle in der Traverse nach dem Sprung an der Hausbergkante erwischte, kam Urs Kryenbühl mit fast 150 Stundenkilometer beim Zielsprung böse zu Sturz. Der Schweizer krachte beim Zielsprung aus großer Höhe heftig mit dem Kopf auf die Piste, war kurz bewusstlos und wurde anschließend mit dem Hubschrauber abtransportiert.
Probleme mit dem Zielsprung und der Sicht
Der Zielsprung der Streif sorgt im Fahrerlager bereits seit Tagen für Aufregung. Zwar wurde der Sprung wenige Stunden vor dem Rennen entschärft, doch das war scheinbar zu wenig.

Urs Kryenbühl musste nach seinem schweren Sturz mit dem Helikopter abtransportiert werden. © APA / HELMUT FOHRINGER

Mehrere Abfahrer hatten große Probleme mit dem gewaltigen Satz vor der Ziellinie. Gut möglich, dass FIS-Renndirektor Emmanuel Couder, der den positiv auf Corona getesteten Markus Waldner ersetzt, reagiert und den Sprung vor der zweiten Abfahrt am Samstag weiter entschärfen lässt. Für Ärger sorgte auch die schlechte Sicht, die sich nach der langen Wind-Pause (das Rennen war nach dem 23. Läufer lange unterbrochen) breit machte. Doch weil es mindestens 30 gestartete Athleten braucht, wurden die Weltcup-Asse so lange aus dem Starthaus geschickt, bis dieses Quorum erreicht war. Danach wurde das Rennen dann tatsächlich abgebrochen – ein bitterer Nachgeschmack bleibt.

Autor: cst

Empfehlungen

Kommentare (0)

Sie müssen sich anmelden, um die Kommentarfunktion zu nutzen..

© 2021 Sportnews - IT00853870210