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Slalom-Star und Athletensprecher: Daniel Yule. © APA / ERWIN SCHERIAU

Preisgeld-Debatte im Ski-Zirkus: „Zu großer Unterschied“

Slalom-Star Daniel Yule ist im Ski-Lager der Athletensprecher und muss deshalb auch die Anliegen der Sportler beim Weltverband FIS vorbringen. Wie er in einem Interview nun verrät, ist das Preisgeld immer wieder ein heiß diskutiertes Thema.

„Ich muss sagen, ein Sieg ist im Weltcup gut bezahlt“, sagt Yule im Interview mit dem SRF. „Normalerweise gibt es da 45.000 Franken, das ist voll okay. Es ist eher bei den hinteren Rängen, wo man sagt: Äh, wirklich? Wenn du einen 10. Platz im Weltcup rausfährst und dafür 1500 Franken bekommst, dann ist das schon sehr tief. Von der Leistung her ist man nicht weit von einem Podestplatz oder Top-5-Platz entfernt, im Preisgeld aber schon. Der Unterschied zwischen einem Sieg und einem 10. Platz ist für mich einfach viel zu groß.“

Yule hat dieses Anliegen der Athleten schon des Öfteren bei der FIS deponiert. „Es wurde viel diskutiert, momentan gibt es aber kein Übereinkommen. Man muss aber auch sagen, dass es zurzeit wichtigere Themen gibt. Wir müssen erst einmal schauen, ob es überhaupt möglich ist, im nächsten Winter Rennen zu machen. Wenn sich die Lage wieder halbwegs normalisiert hat, hoffe ich, dass auch beim Preisgeld ein Schritt in die richtige Richtung gemacht werden kann.“

Die neue Saison soll Ende Oktober in Sölden starten. Allerdings steht das aufgrund der Coronakrise noch auf wackeligen Beinen. „Ich weiß, dass die FIS einen Plan B und Plan C hat“, meint Yule, der heuer 3 Slaloms für sich entscheiden konnte.

Autor: det

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