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Er lässt die Ski-Bühne hinter sich und geht dafür einen ungewöhnlichen Weg: Mathias Graf. © APA / HERBERT NEUBAUER

Radikaler Schritt: Österreichischer Ski-Profi wechselt Sportart

Ein österreichisches Ski-Ass schlägt einen kuriosen Weg ein und wechselt kurzerhand die Sportart.

Mathias Graf zählte beim ÖSV lange Zeit zu den Slalom-Talenten. 2019 setzte der 25-Jährige im Stangenwald von Kitzbühel als 18. in dickes Ausrufezeichen, doch der endgültige Durchbruch wollte ihm nicht gelingen. In seinen zwölf Weltcupeinsätzen konnte sich der Vorarlberger nicht durchsetzen, und heuer lief es auch im Europacup nicht nach Wunsch. Deshalb folgt nun ein radikaler Schritt.


Aufhören ist für Graf kein Thema, denn: „Ich fahre immer noch gerne Ski.“ Zur neuen Saison will er aber einen neuen Weg einschlagen und versucht sich als Skicrosser. Nun ist ein Wechsel eines alpinen Speedfahrers zu den Skicrossern nichts Ungewöhnliches (Siegmar Klotz hat es vorgemacht), doch ein Technik-Ass wie Graf kann in diesem spektakulären Sport durchaus als kleiner Exot bezeichnet werden.

Graf bei seinem Slalom in Kitzbühel 2019. © APA / EXPA/JOHANN GRODER


„Wenn alles klappt, werde ich beim Europacup Ende November im Pitztal mein Renndebüt geben“, sagt Graf gegenüber der Kronen-Zeitung. Der 25-Jährige aus Dornbirn verschaffte sich bei einem Schnuppertag im April schon einen ersten Eindruck von seinem neuen Job und machte dabei eine gute Figur. Tipps holen kann sich Graf jedenfalls immer von seinem Bruder Bernhard. Dieser wechselte 2014 zu den Skicrossern. „Er hat mich immer schon als Speedfahrer gesehen“, verrät Mathias, der weiß, dass die Umstellung nicht einfach wird. „Aber einfach ist es ohnehin nirgends.“

Schlagwörter: Wintersport

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