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Österreichs Superstar Marcel Hirscher hat aufgehört. © AFP / JURE MAKOVEC

Rekorde, Einfädler-Affäre, Drohnen-Gate: Hirschers Karriere

Ski-Star Marcel Hirscher hat vor allem mit sportlichen Rekorden Geschichte geschrieben. Verletzungen gab es wenige, Skandale ließ er aus. Ein Überblick über die Meilensteine im Leben des Salzburgers, der am Mittwoch im Alter von 30 Jahren seine Karriere beendet hat.

9. März 2007: Marcel Hirscher krönt sich auf der Hermann-Maier-Weltcup-Rennstrecke von Flachau zum Junioren-Weltmeister im Riesentorlauf und ergattert damit einen Startplatz im Weltcup.

17. März 2007: Hirscher mischt beim Saisonfinale in Lenzerheide erstmals im Konzert der Großen mit. Er fährt im Riesentorlauf auf Platz 24.

9. März 2008: Erster Podestplatz im Weltcup. Hirscher fährt im Slalom von Kranjska Gora hinter Sieger Manfred Mölgg und Ivica Kostelic auf Rang drei.

13. Dezember 2009: 20-jährig jubelt der Salzburger im Riesentorlauf über seinen ersten Sieg im Weltcup.

Marcel Hirscher (rechts) erstmals am Podest. Der Sieg ging damals an den Enneberger Manfred Mölgg, Ivica Kostelic (links) wurde Zweiter. © AFP / HRVOJE POLAN


6. Februar 2011: Unsanft gebremst: Hirscher stürzt im Riesentorlauf von Hinterstoder und zieht sich dabei einen Kahnbeinbruch zu. Die Saison ist vor dem Höhepunkt WM vorbei.

Jänner 2012: Eine SMS, die der Kronen Zeitung zugespielt wird, löst die sogenannte Einfädler-Affäre aus. Hirscher soll bei seinen Siegen in Zagreb und Adelboden eingefädelt haben, was auch durch Zeitlupen mit x-facher Vergrößerung nicht eindeutig belegt werden kann. Ivica Kostelic gießt mit Sticheleien in Kitzbühel zusätzlich Öl ins Feuer. Die Versöhnung findet öffentlichwirksam in Schladming statt.

17. März 2012: Früher als erwartet folgt Hirscher Benjamin Raich als bis dahin letztem ÖSV-Gesamtweltcupsieger nach. Er wird danach weitere sieben große Kugeln in Serie holen.

17. Februar 2013: Hirscher wird zum Sporthelden der Nation: Er gewinnt den die Heim-WM in Schladming abschließenden Slalom und „erlöst“ damit die bis dahin ohne Goldmedaille gebliebene Skination.

Februar 2014: Späte Erleichterung in Sotschi. Hirscher wird im Olympia-Riesentorlauf nur Vierter, gewinnt nach Aufholjagd im Slalom aber Silber.

Schrecksekunde: Marcel Hirscher wird in Madonna beinahe von einer Drohne getroffen.


22. Februar 2015: Im zweiten Slalom-Durchgang des Nachtslaloms von Madonna di Campiglio stürzt unmittelbar hinter Hirscher eine Kamera-Drohne auf die Piste. Ein Schockmoment, der knapp ohne Folgen bleibt.

März 2015: Die Weltcupsaison endet mit Hirschers viertem Gesamtsieg in Folge. Das ist vor ihm noch niemandem gelungen.

Februrar 2017: Hirscher als Medaillenhamster. Bei der WM in St. Moritz holt er zweimal Gold (Riesentorlauf, Slalom) und Silber in der Kombination. Die Weltcup-Saison endet mit dem sechsten Gesamtsieg und dem Technik-Double aus Riesentorlauf und Slalom triumphal.

August 2017: Hirscher zieht sich bei einem Trainingssturz am Mölltaler Gletscher einen Knöchelbruch zu, muss sein Vorbereitungsprogramm auf den Olympia-Winter extrem verkürzen.

3. Dezember 2017: Er schafft das Sensations-Comeback. 108 Tage nach seinem Knöchelbruch gewinnt Hirscher den Riesentorlauf von Beaver Creek. Er schlägt gleich im zweiten Rennen nach seiner Verletzung zu.

Gold-Hirscher in Pyeongchang. © APA / HANS KLAUS TECHT


Februar 2018: Das Erfolgspuzzle ist komplett. Hirscher krönt sich bei den Winterspielen von Pyeonchang mit Gold in Kombination und Riesentorlauf zum Doppelolympiasieger.

6. Oktober 2018: Hirscher wird erstmals Vater. Der Name des Sohns wird von der Öffentlichkeit geheim gehalten, Privates bleibt privat.

17. Februar 2019: Hirscher wird zum erfolgreichsten Athleten bei alpinen Ski-Weltmeisterschaften. Dank Gold im Slalom von Aare übertrifft der Salzburger mit nun sieben Gold- und vier Silbermedaillen Landsmann Toni Sailer (7/1/0) in der Allzeit-WM-Bestenliste der Herren.

4. September 2019: Abtritt am Höhepunkt. Hirscher geht mit 30 Jahren als zweifacher Olympiasieger, siebenfacher Weltmeister und achtfacher Gesamtweltcupsieger (67 Siege) in den Ski-Ruhestand.

Autor: apa/det

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