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Riccardo Tonetti wird ab kommende Saison auf Salomon-Skiern unterwegs sein. © Soziale Medien

Riccardo Tonetti: „Ich will es nochmal wissen“

Riccardo Tonetti hat einen unerfreulichen Winter hinter sich. Doch auch nach dem Rauswurf aus dem Weltcup-Kader, lässt sich der Südtiroler nicht unterkriegen. Ein Material-Wechsel verschafft ihm zusätzliche Motivation.

Ricardo Tonetti steht in seinem Leben vor einem neuen Kapitel – jedenfalls auf der Piste. Im Mai wurde bekannt, dass der Südtiroler nicht mehr Teil des italienischen Weltcup-Kaders sein wird. Nun teilte der 33-Jährige eine weitere Entscheidung mit – er wechselt sein Ski-Material: „Ich wusste, dass Salomon eine gute Option ist, da Luca De Aliprandini dort ist und ich von ihm nur positives gehört habe. Mit 33 Jahren ist es nicht einfach, noch jemanden zu finden, der an Einen glaubt. Die Salomon-Vertretung hat mir sofort gesagt, dass sie bei mir sind und mich unterstützen wollen. Mir ist ein guter Service wichtig und ich habe bei Salomon das Gefühl, dass das der Fall ist. Deshalb bin ich gewechselt.“


Gegenüber seinem alten Ausrüster Blizzard kann Tonetti jedoch nur positives berichten, die Wege trennten sich im Guten: „Ich bin 4 Jahre bei Blizzard gewesen und ich habe mich dort immer wohl gefühlt und bin immer gut behandelt worden. Am Ende war es ein Grund der Motivation, ich brauchte neuen Ansporn und wollte ein neues, frisches Kapitel anfangen. Zudem wollte ich herausfinden, ob ich mit einem anderen Material nicht doch schneller sein könnte. Ich will es nochmal wissen.“

Tonetti war 4 Jahre bei Blizzard. © Pentaphoto


Tonetti will sich also nochmals auf der ganz großen Bühne beweisen, der Heißhunger und die Motivation sind noch da: „Es ist diese Saison wirklich nicht gut gelaufen. Ich hatte teilweise das Gefühl, dass ich schnell unterwegs war, aber es reichte einfach nicht für gute Resultate. Solange ich das Gefühl habe, dass ich noch gut Ski fahre, will ich nicht aufhören. Wenn es nochmals so eine Saison wird, wie letztes Jahr, wird es schwierig. Aber ich bin motiviert, mir gefällt der Sport immer noch. Der Spaß ist das Wichtigste. Ich möchte weiterfahren und beweisen, dass ich schneller sein kann, als ich in den letzten Rennen gezeigt habe.“
„Ich möchte weiterfahren und beweisen, dass ich schneller sein kann, als ich in den letzten Rennen gezeigt habe.“ Riccardo Tonetti

Nach dem Rauswurf aus dem Kader ist der Südtiroler bei der Vorbereitung auf die kommende Saison nun teilweise auf sich allein gestellt. Unterstützung erhält er von seiner Sportgruppe bei der Finanzwache, mit der er im Sommer fleißig trainiert: „Schon im Frühjahr haben wir mit dem Trockentraining begonnen und sind auch schon ein paar Mal auf dem Stilfser Joch gewesen, wir planen in die Schweiz zur Vorbereitung zu fahren. Sobald es dann in Schnals wieder weitergeht, werde ich wieder dort sein und mich für Sölden gut in Form bringen.“
Ein Weg zurück in den Weltcup
Pünktlich zum Auftakt will Tonetti bereit sein, doch die Teilnahme an den Weltcup-Rennen ist für ihn nicht selbstverständlich: „Im Europacup werden eher die jungen Athleten zum Einsatz kommen. Für mich lautet das Ziel, über Qualifikations-Rennen in den Weltcup zurück zu kehren. Ich habe schon abgeklärt, dass ich an diesen Rennen teilnehmen darf – das war für mich wichtig – und hoffe, dass es für Sölden klappt. Wenn es bei den ersten Rennen in der Quali gut läuft, werde ich im Weltcup hoffentlich wieder dabei sein.“

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