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Riccardo Tonetti visiert bereits die nächsten Ziele an. © Pentaphoto

Riccardo Tonetti: „Olympia 2026 ist ein großes Thema für mich“

Der Weltcup-Winter 2021/22 ist abgehakt. Für Riccardo Tonetti ist es also an der Zeit, sich zurückzulehnen, um etwas vom Skisport abzuschalten und zugleich bereits wieder neue Ziele zu definieren. Dabei fand der 32-jährige Bozner auch Zeit für folgendes Interview.



Ihre zehnte Weltcupsaison ist beendet. Haben Sie bereits ein abschließendes Fazit gezogen?

Riccardo Tonetti: „Mit der Saison bin ich nicht ganz zufrieden, es war sehr schwierig für mich. Bei manchen Rennen war ich im ersten Lauf sehr gut, habe es dann aber im zweiten Durchgang nicht ins Ziel geschafft, bzw. nur mit großen Fehlern. Deshalb und aufgrund der Quotenregelung ist sich eine Olympia-Qualifikation leider nicht ausgegangen. Nichtsdestotrotz schaue ich nach vorne und werde in der nächsten Saison wieder attackieren.“


Wie gehen Sie mit den angesprochenen Rückschlägen um?

„Eine Niederlage ist zwar immer schwierig hinzunehmen, ich versuche aber immer positiv nach vorne zu blicken. Ich nehme das Beste aus den Rennen mit und lass es bei den nächsten mit einfließen.“


Wo holen Sie sich Ihre Motivation? Haben Sie diesbezüglich ein Geheimnis?

„Wenn ich zurückblicke, bin ich eigentlich sehr zufrieden mit meinen Erfolgen, die ich in Vergangenheit erzielt habe. Ich darf das Leben als Athlet wirklich auskosten und genieße das auch sehr. Allein das dient mir als Motivation und Antrieb. Ich habe meine Zukunftsziele klar vor Augen und werde alles geben, um Erfolge einzufahren.“

„Meinen Kindern rate ich, mehrere Sportarten auszuprobieren.“ Riccardo Tonetti


Haben Sie sich Olympia 2026 als Fernziel gesetzt?

„Olympia ist für mich seit Kindheit an, ein großer Traum. Habe mir den Traum erfüllt und konnte ja 2018 bereits dabei sein. Am Anfang war ich sogar auf Medaillenkurs, die Leistung hat aber am Ende doch nicht gereicht. Heuer konnte ich leider nicht dabei sein, deshalb ist Olympia 2026 ein großes Thema für mich. Wenn die Resultate passen und ich körperlich fit bin, wäre ich dort natürlich gerne dabei.“


Sie sprachen Ihre Kindheit an: Als Nachwuchssportler waren sie regelmäßig im Schnalstal, heute ziert die Alpin Arena im Vinschger Seitental Ihren Helm. Besteht da eine besondere Verbindung?

„Ich bin schon seit ein paar Jahren Botschafter und trainiere eigentlich schon seit Kindheit an am Schnalstaler Gletscher. Mit der Leo-Gurschler-Piste hat man dort ideale Trainingsbedingungen – insbesondere in Hinblick das Rennen in Sölden.“

Riccardo Tonetti will kommende Saison wieder voll angreifen. © Pentaphoto


Was macht Riccardo Tonetti, wenn er nicht auf den Skiern unterwegs ist?

„Wenn ich nicht auf Skiern stehe, kümmere ich mich um meine zwei kleinen Kinder, versuche dann viel Zeit mit meiner Familie zu verbringen. In meiner Freizeit gehe ich auch gerne Radfahren oder spiele Tennis, als Südtiroler ist man natürlich auch gern in den Bergen unterwegs.“


Ihre Kinder sind ein und vier Jahre alt. Welchen Rat geben Sie ihnen, sollten auch sie Profisportler werden wollen?

„Meinen Kindern würde ich den Rat geben, mehrere Sportarten auszuprobieren. Wenn man viel gesehen hat, kann man erst entscheiden, was einen am besten gefällt. Man muss zielstrebig sein und hart arbeiten, aber immer auch Spaß am Sport und ein kleines Quäntchen Glück haben, wenn man langfristig Erfolg haben möchte.“

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