L Ski Alpin

Andre Myhrer ist einer der prominentesten Ski-Fahrer, der seine Karriere beendet hat. © Pentaphoto

Rücktrittswelle im Ski-Zirkus: Diese Stars sind abgetreten

Zahlreiche Spitzen-Skifahrer haben während oder nach der Saison ihr Karriereende bekanntgegeben. SportNews verschafft einen Überblick.

Insgesamt 21 Weltcup-Athleten haben ihre Skischuhe an den vielzitierten Nagel gehängt und die Latten in die Ecke gestellt – eine sehr hohe Zahl. Deutschland führt diese Liste mit 6 Karriereenden an, aber auch Italien muss mit insgesamt 4 zurückgetretenen Athleten einen großen Aderlass hinnehmen. Eine kurze Auflistung.

Andre Myhrer (37 | Schweden): Jahrelang war er das schwedische Aushängeschild im Slalom – jener Disziplin, in der er eine Kristallkugel gewann, 7 Mal im Weltcup triumphierte und als Krönung 2018 die Gold-Medaille bei Olympia holte.

Peter Fill (37 | Kastelruth): Fill ist einer der erfolgreichsten heimischen Skifahrer aller Zeiten und hat seine Laufbahn im Jänner beendet. 3 Kristallkugeln holte er in seiner Karriere (2 Mal in der Abfahrt, ein Mal in der Kombi), 2 Medaillen gewann er bei Weltmeisterschaften (Silber und Bronze) und ein Mal triumphierte er bei der legendärsten Abfahrt der Welt in Kitzbühel (2016).

Peter Fill sagt Servus. © AFP / PHILIPPE DESMAZES


Dustin Cook (31 | Kanada): Der Zahn der Zeit nagte auch am Kanadier, der als größten Erfolg einen Vize-Weltmeistertitel im Super-G 2015 zu Buche stehen hat. Im Jänner legte er eine Pause ein, sein Abschiedsrennen in Kvitfjell wurde abgesagt.

Matts Olsson (31 | Schweden): Einigen Südtirolern dürfte Olsson ein Begriff sein, immerhin triumphierte er 2017 überraschend beim Parallel-Riesentorlauf in Alta Badia. Es war dies sein einziger Weltcup-Sieg.

Robin Buffet (28 | Frankreich): Auch der junge Franzose hat auf Südtiroler Boden einen Erfolg zu Buche stehen: Er gewann 2015 den Europacup-Slalom in Obereggen.

Matts Olsson holte auf der Gran Risa seinen einzigen Weltcupsieg.


Fritz Dopfer (32 | Deutschland): Dopfer war neben Felix Neureuther jahrelang das große Slalom-Aushängeschild von Deutschland. Größter Erfolg: Ein Vize-Weltmeistertitel im Slalom 2015. Nach einem Schien- und Wadenbeinbruch 2016 kam er nicht mehr an die alte Form heran.

Klaus Brandner (30), Benedikt Staubitzer (29) & Dominik Stehle (33, alle Deutschland): Der große Durchbruch an die Weltspitze blieb den 3 Deutschen verwehrt – auch, weil das Verletzungspech oft im ungünstigsten Moment zugeschlagen hat.

Johannes Kröll (29 | Österreich): Weltcupmäßig hat der Speed-Spezialist keine großen Erfolge zu Buche stehen. Eine seiner Lieblingsstrecken war dafür jene in Reinswald: Beim Europacup in Sarntal holte er gleich 5 Podestplätze, 2017 gewann er als Highlight die Abfahrt.

Elia Zurbriggen (29 | Schweiz): Dem Sohn von Ski-Legende Pirmin Zurbriggen ist der große Durchbruch im Weltcup nicht gelungen. Bestes Ergebnis für den Riesentorläufer war ein 8. Platz. 2017 gewann er in Innichen ein Europacup-Rennen.

Wiley Maple (29 | USA): Größter Erfolg des US-Amerikaners: Der Sieg beim Europacup-Rennen in Val d’Isére (2013).

Hanna Schnarf hat den Ski-Zirkus verlassen.


Hanna Schnarf (35 |Olang): 189 Mal ist Hanna Schnarf im Weltcup an den Start gegangen, 2 Mal fuhr sie auf Rang 2. Ein Sieg blieb ihr verwehrt, auch wenn sie oft extrem knapp dran war. 2018 hatte sie sich einen Schien- und Wadenbeinbruch zugezogen, der sie schließlich zum Karriereende gezwungen hat.

Tina Weirather (30 | Liechtenstein): Überraschend ist der Rücktritt von Tina Weirather gekommen, die sich nach 15 Jahren Profi-Sport verabschiedet hat. 41 Top-3-Platzierungen, 2 Kristallkugeln im Super-G sowie je eine Medaille bei Olympia (Bronze 2018) und bei der WM (Silber 2017) – Zahlen, die zeigen, dass die Liechtensteinerin eine große Karriere hinter sich hat.

Elena (34) und Nadia Fanchini (33, beide Italien): Erst in der letzten Woche haben sich die Fanchini-Schwestern gemeinsam von der Ski-Bühne verabschiedet. Beide waren zuletzt nicht mehr aktiv: Elena wegen einer schweren Verletzung, Nadia aufgrund von Baby-Freuden. In ihren Karrieren feierten beide je 2 Weltcupsiege.

Nina Haver-Løseth (31 | Norwegen): „Das heißeste Mädchen auf der Tour hat aufgehört“, schrieb ihre Freundin Tina Weirather nach dem Rücktritt von Haver-Løseth. 2 Weltcupsiege errang die norwegische Technik-Spezialistin, 6 weitere Male stand sie am Podest. 2018 holte sie im Team-Event Olympia-Bronze.

Auch Nina Haver-Løseth verabschiedete sich. © AFP / JOE KLAMAR


Ana Drev (34 | Slowenien): Im Weltcup fuhr die Riesentorlauf-Spezialistin 2 Mal aufs Podest. Insgesamt startete sie 147 Mal.

Christina Ackermann (30) und Veronique Hronek (28, beide Deutschland): Ackermann feierte mit dem 2. Platz beim City Event in Stockholm ihren größten Erfolg, Hronek blieb der Durchbruch im Weltcup – auch aufgrund von schweren Verletzung – verwehrt.

Ylva Stålnacke (27 | Schweden): Im Weltcup hinterließ die Technik-Spezialistin keine bleibenden Spuren, im Europacup triumphierte sie dafür insgesamt 5 Mal.

Autor: det

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