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Das Siegerpodest der Damen-Abfahrt: Nadia Fanchini, Rolland und Höfl-Riesch (Pentaphoto)

Schladming: Marion Rolland schnappt Nadia Fanchini den Titel weg

Die 30-jährige Französin Marion Rolland hat sich am Sonntag bei der Abfahrt in Schladming erstmals in ihrer Karriere WM-Gold geholt. Erfreuliche Nachrichten gab es aber auch für die „Azzurri“. Nach der Silbermedaille von Dominik Paris in der Herren-Abfahrt, kürte sich heute Nadia Fanchini überraschend zur Vize-Weltmeisterin. Südtirolerinnen waren keine am Start.

Lange sah es am Sonntag so aus, als würde Nadia Fanchini der ganz große Coup gelingen. Das letzte Mal hat Italien nämlich vor 81 Jahren bei einer WM-Abfahrt den Titel gewonnen. Sie ging mit der Startnummer zwei ins Rennen und nach den vielen Ausfällen, sowie Unterbrechungen des Rennens, schien keine Speed-Dame mehr an ihre Zeit heranzukommen.

Doch dann kam Marion Rolland. Die Französin war im Ziel um 0,16 Hundertstel schneller als Nadia Fanchini und schnappte ihr den Titel vor der Nase weg. Dritte wurde die Deutsche Maria Höfl-Riesch, die sich vor zwei Tagen in der Super-Kombination zur Weltmeisterin kürte.


„Ein Traum wird wahr“


„Seit ich ein Kind war wollte ich Weltmeisterin werden,.Ein Traum wird wahr. Das war so atemberaubend heute. Für mich ist der Sieg nicht überraschend, ich bin auf dieser Strecke gut und ich habe bereits zu meinem Servicemann und auch zu mir selbst gesagt, dass ich es heute schafften kann“, so Rolland nach dem Rennen.

Für die 30-jährige Französin, die zum dritten Mal an internationalen Titelkämpfen teilnahm, handelte es sich um die erste WM-Medaille in ihrer Karriere. Schladming scheint aber ein gutes Pflaster für sie zu sein, beim Weltcup-Finale im Vorjahr holte sie sich nämlich genau dort ihre einzigen zwei Podiums-Platzierungen im Weltcup. Damals wurde sie Zweite in der Abfahrt und Dritte im Super-G. Auch Nadia Fanchini konnte heute ihren dritten Platz von der WM-Abfahrt in Val d’Isère 2009 überbieten.

Top-Favoritin Tina Maze musste sich mit Platz sieben geben, während die Österreicherin auch heute nicht aufs Podium kletterten. Die beste ÖSV-Dame war Andrea Fischbacher auf Rang acht.

In den Top-Ten landete auch Nadia Fanchinis Schwester Elena, die Rang neun belegte. Sofia Goggia, die im Super-G und der Super-Kombination für eine Überraschung sorgte, musste sich indessen nach einem groben Patzer mit Rang 22 zufrieden geben, während Daniela Merighetti zu Sturz kam.


Ergebnisse FIS WM in Schladming (AUT) – Abfahrt der Damen:


1. Marion Rolland FRA 1:50,00
2. Nadia Fanchini ITA 1:50,16
3. Maria Höfl-Riesch GER 1:50,70
4. Nadja Kamer SUI 1:50,74
5. Julia Mancuso USA 1:50,85
6. Stacey Cook USA 1:50,91
7. Tina Maze SLO 1:51,21
8. Andrea Fischbacher AUT 1:51,23
9. Elena Fanchini ITA 1:51,45
10. Elisabeth Görgl AUT 1:51,48

22. Sofia Goggia ITA 1:52,85

u.a. ausgeschieden: Daniela Merighetti

Autor: sportnews

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