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Josephine Forni hat sich von der Ski-Bühne verabschiedet – und dabei mit Kritik nicht gespart. © AFP / JURE MAKOVEC

Schluss mit 26 Jahren: Ein verbitterter Abgang von der Ski-Bühne

Die Ski-Weltmeisterschaft in Cortina steht vor der Tür. Während zahlreiche Stars dem Saisonhighlight entgegenfiebern, gibt es mancherorts auch enttäuschte Gesichter – und sogar einen zornigen Rücktritt.

Josephine Forni ist im Slalom-Team der französischen Damen die aktuell zweitbeste Fahrerin – zwar mit überschaubarem Erfolg, aber immerhin brachte sie es heuer auf 5 Weltcupeinsätze, wobei sie 2 Mal in die Punkte fuhr. Deshalb kam es etwas überraschend, dass die gerade einmal 26-Jährige aus Meribel unmittelbar vor der Weltmeisterschaft ihre Karriere beendet hat. Dabei ließ sie kein gutes Haar an den Verantwortlichen aus.


„Ich beschließe heute, aus verschiedenen Gründen meine Skier wegzulegen“, beginnt ihre lange Abschiedsbotschaft auf Social Media. „Einer der Gründe ist, dass ich den Diskussionen und Entscheidungen um meine Person nicht mehr zustimmen kann. Diese Entscheidungen machen es mir unmöglich, befreit Ski fahren und meine Ziele weiterhin verfolgen zu können.“

WM-Aus als „Kündigungsgrund“?
Diese Worte lassen vermuten, dass es hinter den Kulissen schon länger gebrodelt hat – und dass Forni wohl nicht für die Weltmeisterschaft in Cortina nominiert worden ist. In ihrer Karriere hat die Französin 28 Weltcuprennen bestritten, zudem war sie 133 Mal im Europacup im Einsatz, wo ihr 2018 auch ein Sieg in Soldeu gelungen ist. Mitte Dezember war sie noch im Ahrntal im Einsatz gewesen, wo sie in beiden Slaloms in die Top 10 gefahren ist.

„Hochleistungssport ist eine schwierige Schule, die gleichzeitig aber auch so reich und prägend ist“, schreibt Forni in ihrer Botschaft. Nun wolle sie sich neuen Abenteuern widmen. Im französischen Team ist das übrigens nicht der einzige Abgang: Bereits Ende Jänner hat die 117-fache Weltcupstarterin Jenny Piot ihre Karriere für beendet erklärt.

Autor: det

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