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Urs Kryenbühl dichtete in seinem Instagram-Post. © Martin Taschler / Urs Kryenbühl

Totalschaden im Knie: Schweizer mit emotionalem Statement

Der schweizer Skirennfahrer Urs Kryenbühl meldete sich nach seiner schweren Kreuzbandverletzung in den sozialen Netzwerken mit einer besonderen Botschaft zu Wort. In einem emotionalen Gedicht beschrieb der 28-Jährige die Achterbahnfahrt mit seinem „Kumpel Skikarriere“.

Nach seinem beinahe Sturz beim Super-G in Bormio riss sich Kryenbühl das vordere Kreuzband im rechten Knie, nun meldete er sich bei Instagram zu Wort, wo er mit seinem Kumpel, den Skirennsport hadert: „Mein Kopf so voll und doch so leer, darf ich reisen in der Welt umher. Mein letztes Gedicht geschrieben vor 15 Jahren, als wir, oh Skirennsport, noch Freunde waren.“


„Waren?“, so fragst du mich! Sag ich: „Überrascht es dich denn nicht?“ - „Schau her Urs, viele Freunde hast du hier, Ortschaften entdeckt, Erfolge gefeiert und noch viel mehr. Glaubst du nicht, du solltest mir dankbar sein?“, fragte sich der Schweizer.

Mit einem Gedicht beschreibt Kryenbühl seine Beziehung zu seinem Bruder Skirennsport, mit dem er viele Höhen und Tiefen durchlebt hat, sowie das ein oder andere Wunder vollbracht hat. „Wie Brüder sind wir oh Skirennsport, Glück und Leid auf dem Weg vereint. Doch was ist nun genau geschehen, werden dich jetzt viele Fragen?“

Nach Horrorsturz auf der Streif – nächster Kreuzbandriss

Für den Schweizer war es das nächste Kapitel seiner Verletzungsmisere. 2021 zog er sich bei einem fürchterlichen Sturz beim Zielsprung auf der Streif in Kitzbühel einen Kreuzband- und Innenbandriss im rechten Knie sowie einen Schlüsselbeinbruch und eine Gehirnerschütterung zu. Im Jänner 2022 erlitt er in einem Europacup-Super-G in Saalbach-Hinterglemm eine Beckenverletzung. Der 28-Jährige wird sich nach der nächsten Kreuzbandverletzung vorerst einer konservativen Therapie unterziehen, eine erneute Standortbestimmung soll ab Mitte Februar erfolgen.

Brutal abgeworfen von der Streif: Urs Kryenbühl fataler Sturz beim Zielsprung 2021. © APA / HELMUT FOHRINGER

Nach dem erneuten Rückschlag will Kryenbühl aber nicht aufgeben und denkt nicht an einen Rücktritt. Er sagt der Verletzung den Kampf an und denkt bereits an eine Rückkehr in das Renngeschehen.

„Nur ein Riss“

„Ganz einfach“, werde ich sagen, „einen weiteren Kreuzbandriss hat sich zugetragen.“ Es klingt komisch, doch ist es so, bin ich für vieles dankbar und auch froh! Ein Leben wie dieses darf nicht jeder haben, da kann man schon mal den einen oder anderen Schmerz ertragen.
Ich bleibe dabei, oh Skirennsport, bleibe positiv wie so oft. Hast du gehofft, ich bin am Boden? - Zeig ich es dir, schau nach vorne und setze auf vertraute Heilmethoden. Erst einmal “lei rasten“ ist jetzt der Plan, bleibe zuversichtlich und motiviert zu gehen, die extra Meile mit vollem Elan.“

Urs Kryenbühl blickt bereits nach vorne. © Urs Kryenbühl/social media

Abschließend bedankte er sich bei allen positiven Nachrichten und Botschaften: „Jetzt stehe ich da, mit erhobenem Haupt, bin positiv und gut gelaunt. It’s all about good vibes meine Freunde, rutscht alle gut ins neue Jahr und seit gewiss, das Leben geht weiter, denn es ist nur ein Riss.“



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