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Der Gesichtsausdruck trügt nicht: Christof Innerhofer hatte bei den Nordamerika-Rennen wenig Grund zur Freude. © Pentaphoto (3)

Schwere Zeiten für Südtirols Speed-Asse

Der Speed-Winter hat mit Absagen in Zermatt/Cervinia begonnen. Dann ging es nach Übersee, wo nach einigen Trainingstagen in Copper Mountain in Lake Louise (CAN) und Beaver Creek (USA) gefahren wurde. Wie sieht die Bilanz der Südtiroler nach der Rückkehr nach Europa aus?

Der Skiweltcup übersiedelt von Nordamerika nach Europa. In Val d’Isere (Männer) und Sestriere (Frauen) steht ein Technik-Wochenende auf dem Programm. Das verschafft den Südtiroler Speed-Assen Zeit für das Training und das ist gut – denn die Reise nach Übersee war für die meisten eine zum Vergessen.


Dominik Paris und Christof Innerhofer, die beiden Aushängeschilder bei den Speed-Männern, haben einen schlechten Start in die neue Weltcupsaison erwischt. Keiner konnte in Nordamerika einen Top-15-Platz erringen. Der Ultner Paris kehrte mit 24, Innerhofer mit 20 Weltcuppunkten im Gepäck nach Europa zurück. Das ist viel zu wenig für die Ansprüche. Paris war bei der ersten Abfahrt in Lake Louise im oberen Teil gut unterwegs, hatte dann aber Pech, dass ihm die Bindung aufging. Danach kam er nicht mehr in das Fahren. Der bald 38-jährige Innerhofer fuhr schon in Lake Louise hinterher (Rang 18 und 24) und kam in Beaver Creek gar nicht in die Punkteränge.

Die nächsten Speed-Rennen stehen in Gröden auf dem Programm. Ob es dort besser wird? Innerhofer war auf der Saslong selten stark. Nur drei Mal kam er in all seinen Profijahren in die Top 5. 2018 wurde er im Super-G Zweiter. Paris stand 2014 zwei Mal in Gröden auf dem Podest. Danach gab es aber auch nur noch zwei Platzierungen unter den besten Fünf. Was bleibt ist die Hoffnung. Und die stirbt bekanntlich zuletzt.

Florian Schieder in Lake Louise: Der Kastelruther fährt wieder Skirennen.

Apropos Hoffnung: Diese dürfte zumindest Florian Schieder neu geschöpft haben. Der Kastelruther feierte in Übersee nach langer Leidenszeit sein Comeback. In Beaver Creek reichte es als 28. in der Abfahrt immerhin für drei Weltcuppunkte. Doch auch bei ihm gilt: Gröden ist ein Rotes Tuch. Bei drei Auftritten ist ein 48. Platz sein bestes Resultat. Die Aussichten auf die Heimrennen könnten bei allen Südtiroler Abfahrern besser sein.

Ein Delago-Auftritt als Lichtblick

Hinterhergefahren sind nicht nur die Südtiroler Männer, sondern auch die Speed-Frauen. Mehr oder weniger zumindest. Einzig Nicol Delago kann mit ihren Auftritten in Lake Louise halbwegs zufrieden sein. Sie war es, die mit Rang 7 in der zweiten Abfahrt am Samstag für den einzigen Lichtblick sorgte. Ihre Schwester Nadia Delago verbuchte in drei Rennen mickrige 12 Punkte. Ein 23. Platz in der Abfahrt war für die 25-Jährige das Höchste der Gefühle. Die Schwestern aus Wolkenstein haben schon bessere Skitage erlebt. Die Petersbergerin Karoline Pichler musste gar mit leeren Taschen aus Nordamerika zurückreisen.

Nicol Delago sorgte für den einzigen Top-10-Platz der Südtirolerinnen.

Für die Speed-Frauen geht es in St. Moritz (SUI) weiter. Und dort gilt Ähnliches, wie für die Männer in Gröden: absolut kein Lieblingsort. Weder die Delago-Schwestern, noch Pichler konnten im Nobelskiort jemals einen Top-10-Platz erringen.

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