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Die Zeit des Abschieds ist gekommen: Celina Haller hört auf. © Pentaphoto

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Die Zeit des Abschieds ist gekommen: Celina Haller hört auf. © Pentaphoto

Schweren Herzens: Südtirolerin beendet ihre Ski-Karriere

Mitten im Hochsommer gibt es aus der Südtiroler Ski-Szene Neuigkeiten: Eine Slalomspezialistin hat ihre Karriere schweren Herzens beendet.

Thomas Debelyak

Von:
Thomas Debelyak

Es ist noch nicht lange her, da feierte Celina Haller einen tollen Erfolg. Anfang April fuhr die 26-Jährige aus Schenna in Sestriere beim Slalom der Italienmeisterschaft als Dritte aufs Podest. Zum ersten Mal gewann sie also eine Medaille bei den nationalen Titelkämpfen. Zugleich war dies Hallers letztes großes Rennen, denn nun ist klar: Die Südtirolerin hat ihre Ski-Karriere beendet.


„Irgendwann ist einfach genug“, sagt Haller, als SportNews sie am Montagvormittag erreicht. „Ich wäre gerne noch ein Jahr gefahren, doch so hat es einfach nicht mehr viel Sinn.“ Hintergrund: Haller ist seit drei Jahren nicht mehr Teil von Italiens Nationalmannschaft, musste sich zuletzt also stets alleine durchkämpfen.

Celina Haller in Aktion. © Pentaphoto

Celina Haller in Aktion. © Pentaphoto


Als wäre das nicht schon schwer genug, wurden ihr auch ansonsten immer wieder Steine in den Weg gelegt. „Ich hatte im Winter 2024/25 meine beste Saison, bin im Europacup mehrmals in die Top 10 gefahren und habe einen Fix-Startplatz für die darauffolgende Weltcupsaison nur knapp verpasst. Mir wurde trotzdem gesagt, dass ich die ganze Saison über im Weltcup und Europacup starten darf. Kurz vor dem ersten Weltcuprennen habe ich mich am Knöchel verletzt, und musste einen Monat lang pausieren. Danach wurde ich kaum mehr berücksichtigt. Oft bekam ich wenige Tage vor den Rennen eine Absage“, so Haller.
„Es ist hart, loszulassen.“ Celina Haller

Ihre Bilanz der vergangenen Saison: Ein Weltcupstart in Courchevel und fünf Europacup-Einsätze. „Es wäre in der kommenden Saison wohl kaum besser geworden. Und mit 26 Jahren muss man sich deshalb die Frage stellen, ob es noch Sinn macht, nur FIS-Rennen zu fahren. Bei mir lautete die Antwort nein, auch, weil es ein teurer Sport ist“, so Haller, die also den Entschluss gefasst hat, zurückzutreten. „Es ist natürlich hart, loszulassen, immerhin war das Skifahren für so viele Jahre mein Leben“, sagt die Slalomläuferin.

Celina Haller ist auch eine begnadete Fußballerin: Nun will sie sich darauf konzentrieren.

Celina Haller ist auch eine begnadete Fußballerin: Nun will sie sich darauf konzentrieren.


Sechs Mal stand Haller im Weltcup am Start, 52 Mal im Europacup, der zweithöchsten Rennserie. „Ich erinnere mich noch gerne an mein erstes Weltcuprennen, aber auch an die Europacup-Saisonen. Ich war da immer viel mit meinem Papa unterwegs“, so Haller, die in den vergangenen Jahren von ihrem Vater Norbert begleitet und betreut wurde. Ihm spricht sie zum Abschluss einen besonderen Dank aus. „Ich möchte auch meiner ganzen Familie Danke sagen, genauso wie der Finanzsportgruppe und meinen Sponsoren, die mich stets unterstützt haben. Und ein Danke auch an all jene, die in guten und weniger guten Zeiten hinter mir gestanden sind.“

Vollgas auf dem Fußballfeld

Wie geht es für Celina Haller nun weiter? „Momentan arbeite ich in der Kaserne der Finanzpolizei von Predazzo. Wie meine Zukunft aussieht, weiß ich noch nicht genau. Ich möchte aber gerne im Ski-Ambiente bleiben“, so die 26-Jährige.

Und: Sie kann nun ihrer zweiten großen Leidenschaft, dem Fußball, nachgehen. In der kommenden Saison wird die Stürmerin für die Oberliga-Mannschaft Tscherms-Burgstall-Gargazon spielen. „In den vergangenen Jahren habe ich nach der Ski-Saison stets Fußball gespielt, meistens für Riffian Kuens in der Oberliga. Nun werde ich also meine erste volle Saison als Fußballerin absolvieren“, freut sich Haller.

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