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Camille Rast liegt nach dem ersten Durchgang am Semmering in Führung. © APA / GEORG HOCHMUTH

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Camille Rast liegt nach dem ersten Durchgang am Semmering in Führung. © APA / GEORG HOCHMUTH

Selbst Shiffrin geschlagen: Rast ohne Hast zur Bestzeit

Die Jagd nach dem fünften Sieg in Folge erweist sich für Mikaela Shiffrin als schwierig. Im Weltcup-Slalom am Semmering startet die US-Amerikanerin mit einem relativ großen Rückstand in die Entscheidung – auch weil eine Schweizerin mit einem unaufgeregten Lauf glänzte.

Mikaela Shiffrin im Slalom das Wasser reichen – in den ersten vier Rennen der Saison glich dieses Vorhaben einer Mammutaufgabe. Beim fünften Anlauf ist die Konkurrenz jenem Ziel jedoch so nah wie noch nie in dieser Saison: Erstmals liegt Shiffrin, welche alle bisherigen Slaloms mit einem Vorsprung von mindestens 1,23 Sekunden für sich entschied, zur Halbzeit nämlich nicht in Führung. Vielmehr schnappte sich Weltmeisterin Camille Rast im ersten Durchgang am Semmering die Bestzeit, dahinter folgen Lara Colturi (+0,09 Sekunden), Katharina Liensberger (+0,34) und Shiffrin (+0,54).


Wie auch die Läuferinnen vor ihr wurde Rast von einem Schlag im oberen Teil der Piste aus dem Konzept gebracht, gab ihre Skier aber sofort wieder frei. Im Anschluss schlängelte sie sich mit runden Schwüngen durch den Stangenwald auf dem Zauberberg und übernahm mit einer unaufgeregten Darbietung die Führung. In Gurgl (3.) und Courchevel (2.) stand die 26-Jährige bereits auf dem Treppchen, nun greift sie nach dem dritten Weltcupsieg ihrer Karriere.

Auch Shiffrin ist nur ein Mensch

Ungewohnt unrund lief es hingegen bei Shiffrin: Die Führende im Gesamtweltcup vermied zwar einen Zeitverlust bei der Unebenheit in der Anfangsphase souverän, ließ anschließend aber das nötige Tempo vermissen. Letzten Endes wurde der 30-Jährigen ein Rückstand von über einer halben Sekunde aufgebrummt. „Schwierig zu sagen“, blickte die achtmalige Weltmeisterin im Interview mit dem ORF auf ihren Lauf zurück. „Wahrscheinlich war ich etwas runder als nötig war. Camille hat in den richtigen Momenten die direkte Linie gewählt.“

Mikaela Shiffrin beim Weltcup am Semmering. © APA / GEORG HOCHMUTH

Mikaela Shiffrin beim Weltcup am Semmering. © APA / GEORG HOCHMUTH


Der erste Durchgang war auch geprägt von vielen Ausfällen, von den 79 Starterinnen schieden 40 aus. Vor allem die schnelle Kursführung stellte viele Athletinnen vor große Probleme. Am Start in Niederösterreich standen auch sieben Azzurre. Lara della Mea (13./+3,06) und Martina Peterlini (21./+4,14) hoffen in der Entscheidung ab 17.45 Uhr auf Punkte. Mit Giada d'Antonio feierte zudem ein 16-jähriges Talent aus Neapel, das in der FIS-Kategorie für Furore gesorgt hatte, mit Startnummer 70 sein Debüt. Der Youngster beendete den Durchgang jedoch wie auch ihre Teamkolleginnen Beatrice Sola, Emilia Mondinelli, Giorgia Collomb und Giulia Valleriani nicht.

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