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Mikaela Shiffrin ärgerte sich am Sonntag nach dem Rennen. © APA / EXPA/JOHANN GRODER

Shiffrin ist sauer: „Das war einfach nur unprofessionell“

Mikaela Shiffrin landete im Riesentorlauf von Jasna (Slowakei) nach Halbzeitführung auf Rang drei. Nach dem Rennen war die US-Amerikanerin sauer.

Eigentlich ist Mikaela Shiffrin nicht dafür bekannt, nach den Rennen zu Rundumschlägen auszuholen. Doch am Sonntag brachten die US-Amerikanerin die Geschehnisse vor ihrer entscheidenden Fahrt in Rage. Was war passiert?


Shiffrin zeigte im ersten Durchgang eine Sahneleistung und führte vor Petra Vlhova das Feld an. In der Entscheidung legte Vlhova zunächst vor und lag nach ihrem Lauf auf Platz eins. Ein Heimsieg der Slowakin konnte also nur mehr von Shiffrin verhindert werden. Doch bevor die US-Amerikanerin starten konnte, wurde minutenlang an einer gebrochenen Torstange auf dem Kurs gearbeitet. Eine lange Unterbrechung, die die am Start bereitstehende Shiffrin offenbar aus dem Konzept brachte. Schlussendlich landete sie auf Rang drei.

>>> Den Bericht zum Vlhova-Sieg gibt es hier <<<

Eine Unterbrechung sorgt für Ärger
Im Interview mit dem ORF wählte das Jahrhunderttalent aus Colorado überraschend klare Worte. „Petra Vlhova hat einen wirklich guten Job gemacht. Ich denke aber, dass sie Rennen durch ihr Skifahren gewinnen kann – und keine Hilfe von einer Rennunterbrechung benötigt. Um ein Tor zu fixieren, das normalerweise 15 Sekunden dauert, hat man hier acht Minuten gebraucht (in Wirklichkeit hat es zirka halb so lange gedauert, Anm. d. Red.). Ich bin wirklich sauer, dass das Rennen minutenlang unterbrochen war.“

Während Petra Vlhova (rechts) ihren Sieg bejubelt, blieb für Mikaela Shiffrin „nur“ Platz drei. © AFP / VLADIMIR SIMICEK


Laut Shiffrin sei es nicht das erste Mal gewesen, dass sie einer solchen Situation ausgesetzt war. „Das ist schon öfter so passiert. Aber es ist besser, wenn es hier geschieht, als bei einer WM oder bei den Olympischen Spielen. Jetzt wird mir wohl nachgesagt, dass ich unsportlich bin. Das will ich aber nicht: Vlhova hat sich den Sieg wirklich verdient und trotz des großen Drucks bei ihrem Heimrennen einen großartigen Job gemacht. Aber die Situation, wie das gehandhabt wurde, war einfach nur unprofessionell. Möglicherweise hätte ich auch nicht gewonnen, wenn ich sofort gestartet wäre, aber du willst einfach nicht in so eine Situation kommen.“

Später beruhigte sich Shiffrin, gratulierte Petra Vlhova auf Social Media noch einmal zu ihrem Sieg und gab zu: „Ich muss lernen, mit solchen Situationen besser umzugehen.“

Autor: det

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Kommentare (1)

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Hermann Zanier [melden]

Schon etwas übertrieben, was Fräulein Schiffrin da sagt. Es handelte sich um einige Minuten; man kommt aus dem Rhitmus, man kühlt ab, aber man kann sich auch etwas bewegen im Starthaus, man muss nicht wie ein Stockfisch dastehen. Das war eher von ihr selber unprofessionell. Da gab es ganz andere Vorfälle, etwa als der verletzte Kostelic beim Slalom von Flachau fast eine Stunde in der Piste liegen gelassen wurde, damit der in Führung liegende Bode Miller nicht starten konnte.

08.03.2021 10:37

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