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Mikaela Shiffrin mit ihrer Goldmedaille in Cortina. © APA / HANS KLAUS TECHT

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Mikaela Shiffrin mit ihrer Goldmedaille in Cortina. © APA / HANS KLAUS TECHT

Shiffrin sieht eine Karriere-Veränderung kommen

Nach der erwarteten Goldmedaille im Olympia-Slalom nimmt Mikaela Shiffrin Kurs auf ihren sechsten Gesamtweltcupsieg. Weit darüber hinaus zu blicken, fiel der US-Ski-Ikone zuletzt aber schwer.

„Ich spüre, dass sich in meiner Karriere eine Art Übergang nähert, aber ich weiß nicht, wie dieser aussehen wird, und ich weiß nicht, wie ich es ausdrücken soll“, sagte Shiffrin. Es sei unmittelbar noch einiges zu tun. „Es ist ein großes Ziel für mich, um den Gesamtweltcup zu kämpfen.“


Sie werde wohl noch vier bis sechs Saisonrennen bestreiten, erklärte Shiffrin. Vor den letzten zwölf Weltcuprennen führt sie mit 1.133 Punkten 170 vor Camille Rast. Die Schweizer Technik-Spezialistin ist die einzig wirklich verbliebene Kontrahentin.

Bald 15 Jahre im Weltcup

Shiffrin hat den Gesamtweltcup bisher fünfmal gewonnen, zuletzt 2022/23. Sechs Gesamtweltcup-Siege hat bisher nur Annemarie Moser-Pröll erreicht. Den Gewinn des Slalomweltcups hat Shiffrin zum bereits neunten Mal schon fixiert. Nach zwei Speed-Wochenenden in Soldeu und Val di Fassa sind die Technikerinnen noch in Aare und beim Saisonfinale in Lillehammer im Einsatz.

Mikaela Shiffrin ist Weltcup-Rekordsiegerin (108 Siege). © APA/afp / TIZIANA FABI

Mikaela Shiffrin ist Weltcup-Rekordsiegerin (108 Siege). © APA/afp / TIZIANA FABI


Am 13. März wird Shiffrin 31 Jahre alt, ihr Weltcup-Debüt wird dann 15 Jahre zurückliegen. Als Weltcup-Rekordsiegerin (108 Siege), erste amerikanische Skifahrerin mit drei Olympia-Goldmedaillen und 15-fache Medaillengewinnerin bei Weltmeisterschaften hat sie längst alles gewonnen, was es zu gewinnen gibt. Sie wisse nicht, wie es für die nächste Saison aussieht, meinte die Amerikanerin. Solange ihr der Alltag Spaß macht, wird sie wohl weitermachen. „Ich gehe jeden Tag zum Training und ich liebe es“, sagte Shiffrin zur Nachrichtenagentur Reuters. „Ich liebe Skifahren, ich liebe Training und ich liebe es, zu üben.“

Olympia-Start 2030 nicht völlig ausgeschlossen

Bereits im Herbst 2024 sagte Shiffrin, die mit dem norwegischen Abfahrer Aleksander Aamodt Kilde verlobt ist und mit ihm in Innsbruck eine Winter-„Homebase“ hat: „Irgendwann will ich eine Familie haben, es gibt andere Dinge, die ich erleben will – all das wird Jahr für Jahr wichtiger.“
„Irgendwann will ich eine Familie haben, es gibt andere Dinge, die ich erleben will – all das wird Jahr für Jahr wichtiger.“ Mikaela Shiffrin

Damals wie heute schloss sie aber auch eine Karriere-Fortsetzung bis zu den Winterspielen 2030 in den französischen Alpen nicht aus. „Vier Jahre fühlen sich wie eine wirklich lange Zeit an, aber sie vergehen auch so schnell. Ich könnte jetzt etwas sagen, und dann wären wir in vier Jahren da und würden sagen: 'Oh. Ups.'“, sagte Shiffrin nach ihrer Versöhnung mit Olympia.

Von den Winterspielen 2022 in Peking war die Ausnahmeathletin ohne Medaille heimgekehrt. Auch in Cortina hatte es nach Führung ihrer US-Kollegin Breezy Johnson nach der Abfahrt in der Team-Kombination nur zu Rang vier gereicht. Im Riesentorlauf wurde sie Elfte. Der Slalom war Shiffrins letzte Chance, nicht ein zweites Mal in Folge bei Olympia leer auszugehen. Als Siegerin in sieben von acht Saison-Slaloms war sie die haushohe Favoritin – und wurde dieser Rolle gerecht.

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