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Hans Knauß war zuletzt als Experte für den ORF im Skiweltcup unterwegs

Siebenmaliger Weltcupsieger bekommt eigene TV-Show

200 Ausgaben lang war Sepp Forcher das Gesicht von „Klingendes Österreich“, im Frühjahr hat sich die Moderatorenlegende dann vom Erfolgsformat verabschiedet. Nun gibt es einen prominenten Nachfolger.

Wie ORF-2-Channelmanager Alexander Hofer im Interview mit der „Kleinen Zeitung“ (Sonntagausgabe) erklärt, wird Ex-Skirennfahrer und Sport-Co-Kommentator Hans Knauß diese Rolle künftig einnehmen. Zudem erhält die Sendung einen neuen Titel.


Knauß werde die Moderation ab September übernehmen, so Hofer. „Wir suchen noch den Titel, die Sendung wird nicht mehr 'Klingendes Österreich' heißen. Damit setzen wir bewusst eine Zäsur. Die DNA und Grundtonalität der Sendung bleiben gleich, aber sie wird etwas temporeicher, jünger und aufgefrischt.“

„Klingendes Österreich“, eine Produktion des ORF-Landesstudio Steiermark, ging erstmals 1986 auf Sendung. Mehr als 30 Jahre lang war das Format fixer Bestandteil der heimischen TV-Landschaft. Forcher präsentierte dabei nicht nur die landschaftliche Schönheit Österreichs, Bayerns und Südtirols, sondern auch unzählige Musiker. Rund 2000 Volkslied- und Volksmusikgruppen haben im Laufe der Zeit ihr Können unter Beweis gestellt.

Hans Knauß nach seinem Abfahrtssieg in Kitz © APA


Hans Knauß zählte in den 1990er und frühen 2000er-Jahren zur Weltspitze in den Disziplinen Riesentorlauf, Super-G und Abfahrt. Seinen 1. Weltcupsieg feierte der Steirer 1995 beim legendären Riesentorlauf auf der „Gran Risa“ in Stern im Gadertal, 1999 gewann er den Abfahrtsklassiker auf der Streif in Kitzbühel. 1998 sicherte sich Knauß die Silbermedaille im Super-G bei den Olympischen Winterspielen in Nagano (JAP), 2003 in St. Moritz wurde er Vize-Weltmeister im Riesentorlauf. 1999 bei der Ski-WM in Vail belegte Knauß mit nur 0,01 Sekunden Rückstand auf die beiden Sieger Hermann Maier (AUT) und Lasse Kjus (NOR) den 3. Platz.

Sein letztes Weltcuprennen bestritt Knauß am 17. Dezember 2004 in Gröden, danach wurde er vom Internationalen Skiverband FIS wegen eines Dopingvergehens für 18 Monate gesperrt. Knauß hatte bei einer Dopingprobe einen erhöhten Nandrolon-Wert. Dies sei auf eine Verunreinigung in einem Vitaminpräparat zurückzuführen. Im Mai 2008 einigte sich Knauß mit der Herstellerfirma auf einen außergerichtlichen Schadenersatz.

Nach seiner Skikarriere wurde Hans Knauß Co-Kommentator und Kamerafahrer für die Skirennen im Österreichischen Fernsehen ORF.

Schlagwörter: Wintersport

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